Viele sind noch vereinslos

Vucur, Manu, Eisele und Co: So schlagen sich die HFC-Sommerabgänge 2021

12.04.2021, 10:31 • Aktualisiert: 12.10.2021, 11:14
Tom Müller, Stipe Vucur und Braydon Manu (v.l.n.r.) haben den HFC im Sommer verlassen.
Tom Müller, Stipe Vucur und Braydon Manu (v.l.n.r.) haben den HFC im Sommer verlassen. (Foto: imago/Collage MZ.de)

Halle (Saale)/MZ - Insgesamt zehn Spieler haben den Halleschen FC im Sommer 2021 verlassen – manche gingen freiwillig, mit anderen hat der Klub nicht mehr geplant. Wie ist es ihnen seitdem ergangen? Ein Überblick von Tor bis Angriff.

Tom Müller (Torwart, Carl Zeiss Jena)

Mit 23 Jahren ist der Keeper längst kein Talent mehr. Weil der HFC ihm den Sprung zur Nummer eins nicht zutraute, zog es den Dessauer eine Liga tiefer zu Carl Zeiss Jena. Dort gewann er den Kampf ums Tor, ging als Stammkraft in die Regionalliga-Saison und erlebte nach zwölf Spieltagen eine Trainerentlassung trotz Tabellenplatz fünf.

Kai Eisele (Torwart, vereinslos)

Die Saison 2020/21 hatte Eisele noch als Nummer eins begonnen, am Ende der Spielzeit war er nur noch Keeper Nummer drei in Halle und musste gehen. Die Neuorientierung gestaltet sich für den 26-Jährige offenbar schwierig: Trotz 88 Drittliga-Partien für Halle und Rostock hat der Schlussmann noch keinen neuen Klub gefunden.

Tobias Schilk (Rechtsverteidiger, Karriereende)

Nach seiner schlimmen Hüftverletzung musste Schilk im Sommer aufgeben: sportinvalide beendete er seine Karriere. Eigentlich sollte der 29-Jährige beim HFC in die Jugend-Trainerarbeit eingebaut werden, doch zog Schilk den gleichen Job bei der SpVgg Greuther Fürth vor und verließ Halle.

Lukas Boeder (Rechtsverteidiger, vereinslos)

In Halle musste Boeder nach einer soliden Saison als Stammkraft wieder gehen, weil der Klub anders plante. Einen neuen Verein konnte der 24-Jährige, der sich Richtung 2. Bundesliga oder 3. Liga orientieren wollte, erst spät finden: Am 21. September unterschrieb er beim 1. FC Saarbrücken.

Stipe Vucur (Innenverteidiger, vereinslos)

Der HFC hätte seinen Abwehrchef gerne gehalten, doch plante der Österreicher anders und entschied sich früh für den Wechsel nach Rumänien. Mit seinem Klub scheiterte der Verteidiger in der Qualifikation zur Conference League, obwohl Vucur im Elfmeterschießen gegen Schakhter Karaganda traf. Am 28. August gab der Klub die Vertragsauflösung mit Vucur bekannt. Seitdem ist er ohne Klub.

Anthony Syhre (Defensives Mittelfeld, vereinslos)

Der verletzungsanfällige Abwehrmann musste im Sommer gehen, bekam in Halle keinen neuen Vertrag mehr. Auch bei anderen Vereinen war das bislang der Fall. Der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler ist im Alter von 26 Jahren momentan ein arbeitsloser Fußballprofi.

Antonios Papadopoulos (Defensives Mittelfeld, Borussia Dortmund II)

In Halle war „Papa“ Stammkraft, doch entschied er sich für den ablösefreien Wechsel zum Ligarivalen nach Dortmund, wo er auch die Chance zu Einsätzen bei den Profis spekulierte. Und der Plan ging schnell auf. Weil das Bundesliga-Team defensiv Personalsorgen hatte, kam Papadopoulos im DFB-Pokal und der ersten Liga zum Einsatz und feierte dort Siege mit Stars wie Marco Reus und Erling Haaland. Im Drittliga-Team des BVB kommt der 21-Jährige regelmäßig zum Einsatz und spielt oben mit.

Dennis Mast (Linkes Mittelfeld, vereinslos)

Gerne wäre Mast in Halle geblieben, doch verlief sein zweites HFC-Gastspiel dafür insgesamt zu unbefriedigend. Unter Trainer Florian Schnorrenberg war Mast außen vor, kam kaum zu Spielzeiten – und konnte sich so auch nicht für andere Klubs empfehlen. Weil er sich zudem noch schwer verletzte, ist der Linksfuß ohne neuen Arbeitgeber.

Laurenz Dehl (Offensives Mittelfeld, FC Union Berlin)

Nach seiner Leihe in Halle ging es für das große Offensiv-Talent zurück nach Köpenick zum Stammverein. Beim Bundesliga-Klub will sich Dehl nun beweisen, doch ist die Konkurrenz für den 19-Jährigen sehr groß. Immerhin kam er in der Quali zur Conference League für ein paar Minuten zum Einsatz.

Braydon Manu (Rechtsaußen, SV Darmstadt 98)

Sehr gerne hätte der HFC weiter mit dem Außenbahnspieler geplant, doch wollte sich Manu bei seinem Stammklub in der 2. Bundesliga im zweiten Anlauf beweisen. Nach einer guten Leihe in Halle läuft es auch in Darmstadt brauchbar. Trotz Verletzung Corona-Erkrankung während der Vorbereitung ist Manu dran an der Startelf und erzielte als „Joker“ auch schon sein erstes Zweitliga-Tor.