Bekannter Physio stirbt mit nur 56 Jahren

„Schnellster Masseur“: Plötzlicher Tod von Jens Neumann schockt HFC und MBC

Als kultiger Betreuer beim Halleschen FC und Mitteldeutschen BC wurde Jens Neumann bekannt. Sein Tod schockt nun die Sportler in Halle und Weißenfels.

10.01.2022, 15:19 • Aktualisiert: 10.01.2022, 16:05
Jens Neumann, hier 2015 als Physio beim Halleschen FC, starb mit nur 56 Jahren.
Jens Neumann, hier 2015 als Physio beim Halleschen FC, starb mit nur 56 Jahren. (Foto: imago/Fotostand)

Halle (Saale)/MZ/cka - Die Sportfamilien in Halle und Weißenfels trauern um Jens Neumann. Der ehemalige Physiotherapeut des Halleschen FC (15 Jahre) und des Mitteldeutschen BC (elf Jahre) ist in der Nacht zum Sonntag gestorben.

Nach MZ-Informationen war die Ursache ein Lungenkrebs, der erst im November 2021 erkannt worden war. Neumann, Sportler und Gesundheitsfan durch und durch und zeitweise auch Betreuer der deutschen Werfer und Judoka, wurde nur 56 Jahre alt.

Jens Neumann arbeitete beim HFC unter Trainer Sven Köhler

Fans des HFC kannten ihn in Zeiten von Trainer Sven Köhler als schnellsten Physio des Fußball-Ostens. Seine Sprints zu verletzten Spielern, die er gemeinsam mit Doc Thomas Bartels auf Vordermann brachte, waren legendär. 2016 endete die Zeit des kultigen Betreuers beim HFC nachdem Trainer Rico Schmitt darauf bestanden hatte, dass sich nur zum Verein gehörige Physios um die Mannschaft kümmern sollen.

Physio Jens Neumann kümmert sich hier um den angeschlagenen HFC-Profi Sascha Pfeffer.
Physio Jens Neumann kümmert sich hier um den angeschlagenen HFC-Profi Sascha Pfeffer.
(Foto: imago/Picture Point)

Jens Neumann betrieb immer eine eigene Praxis an der Geiststraße. Hier behandelte der lizensierte Sportphysiotherapeut des DOSB auch ganz „normale“ Patienten.

Toni Lindenhahn ist geschockt von Jens Neumanns plötzlichem Tod

„Die Nachricht war ein Schock. Wir haben viele Jahre miteinander verbracht“, sagte HFC-Profi Toni Lindenhahn der MZ. „Er war ein super menschlicher Typ, auch wenn er mal angeeckt ist“, erinnert sich Lindenhahn. „Ich fand ihn mega. Er war immer für uns Spieler da. Es ist echt traurig.“

Neben dem HFC veröffentlichten am Montag auch die Weißenfelser Basketballer einen Nachruf. In dem erinnert sich der ehemalige MBC-Spieler Sebastian Machowski: „Die schockierende Nachricht von Jens’ viel zu frühem Tod hat mich tief getroffen. Wir haben über die Jahre den Kontakt gehalten und ich habe Jens bewundert, mit welcher Leidenschaft und Intensität er sein Leben gelebt hat. Mit dieser Begeisterung und Hingabe hat er auch uns Spieler betreut.“