Ralf Heskamp fehlt in Mannheim

Schnorrenberg will „realistische Zielsetzung“ vom HFC

Trainer Florian Schnorrenberg und Sportdirektor Ralf Heskamp waren Thema vor dem HFC-Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim am Montagabend.

HFC-Trainer Florian Schnorrenberg.
HFC-Trainer Florian Schnorrenberg. (Foto: imago/foto2press)

Mannheim – Sportdirektor Ralf Heskamp und Trainer Florian Schnorrenberg sind beim Halleschen FC aktuell die heißesten Personalien. Auch vor dem Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim am Montagabend standen beide einmal mehr im Mittelpunkt.

Denn Heskamp war überraschend nicht mit dem Team in die Kurpfalz gereist – und nährte damit alle Gerüchte um seinen bevorstehenden Abschied vom HFC. Im Vorfeld hatte Heskamp der MZ noch gesagt, er gehe davon aus, wie gewohnt mit zum Auswärtsspiel zu reisen.

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Nun dürfte sein Aus beschlossen sein. Trotz seines noch bis Ende 2022 laufenden Vertrags plant der Klub nicht mehr mit seinem Sportdirektor, der zuletzt sichtlich enttäuscht ein klares Bekenntnis von seinen Bossen gefordert hatte – allerdings vergeblich.

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Auch die Zukunft des Trainers ist unklar in Halle, der Vertrag läuft aus. Am Mikrofon von „Magenta Sport“ sprach Schnorrenberg vor Anpfiff über seine Situation. Man sei aktuell im Austausch, es stünden viele Gespräche an: „Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und zeitnah eine Entscheidung finden.“

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Ob er selbst überhaupt an einer Weiterbeschäftigung beim HFC interessiert sei, wollte Schnorrenberg nicht klar bejahen. Zwar betonte der 44-Jährige, sich „vom ersten Tag an“ sehr wohl gefühlt zu haben und die Ereignisse der gemeinsamen elf Monate „ein bisschen verbinden“. Zugleich sagte er aber auch: „Wir müssen eine realistische Zielsetzung haben – wie will der Verein diese Entwicklung vorantreiben? Dazu brauchen wir dann auch einen Kader.“

Der aktuelle Kader „war ein Stück weit weg von den Topteams“, formulierte Schnorrenberg und ließ damit Zweifel an ambitionierten Plänen der Vorstandsetage für die kommende Saison durchscheinen. „Wir müssen das Gerüst behalten und uns dann punktuell verstärken“, sagte der Trainer: „Man muss immer den nächsten Entwicklungsschritt nehmen.“ (mz/bbi)