Eil

Fabian Franke

Hallescher FC: Fabian Franke über seine Zeit bei RB Leipzig und seinen Wechsel von Wehen Wiesbaden nach Halle

Halle (Saale) - Unter Trainer Rico Schmitt möchte der 27-Jährige in der dritten Liga noch einmal angreifen, nachdem er bei Liga-Konkurrent SV Wehen-Wiesbaden nach dem Saisonstart nicht mehr zum Einsatz gekommen war.

Von Clemens Boisserée 18.08.2016, 18:00

Am Ende des ersten Trainings stand Fabian Franke noch länger mit dem Trainerstab zusammen. Der Zugang für die Innenverteidigung hatte erst knapp zwei Stunden zuvor seinen Vertrag beim Halleschen FC unterschrieben. Unter Trainer Rico Schmitt möchte der 27-Jährige in der dritten Liga noch einmal angreifen, nachdem er bei Liga-Konkurrent SV Wehen-Wiesbaden nach dem Saisonstart nicht mehr zum Einsatz gekommen war.

Im Gespräch mit der MZ erklärt Franke den Wechsel, seine Vergangenheit und die Gründe für eine Zukunft in der Saalestadt.

Wie ist der Kontakt zwischen Ihnen und dem HFC-Stande gekommen?
Fabian Franke: „Halle hat sich bei meinem Berater gemeldet und gefragt, ob ein Wechsel möglich ist. Es gab dann anschließend sowohl mit Stefan Böger als auch mit Rico Schmitt gute Gespräche.“

Wann gab es diesen ersten Kontakt?
Franke: „Vor knapp einer Woche.“

Was war der Grund, weshalb Sie Ihren Vertrag mit Wehen-Wiesbaden aufgelöst haben?
Franke: „Ich war unzufrieden mit meinen Einsatzzeiten. Dann kam der Anruf vom HFC. Für mich war es immer etwas ganz Besonderes, im Osten Fußball zu spielen. Deshalb freue ich mich, dass es mit dem Wechsel geklappt hat.“

Welche Chance bietet der HFC?
Franke: „Der HFC hat eine sehr gut Vereinsstruktur, ein geiles Stadion, geile Zuschauer. Die Mannschaft ist neu zusammengestellt und ich glaube, dass hier in den nächsten ein bis zwei Jahren etwas Großes entstehen kann. Deshalb habe ich auch gleich für zwei Jahre unterschrieben.“

Spieler mit RB Leipzig-Vergangenheit hatten es hier zuletzt nicht immer leicht. Fabian Bredlow kann da ein Lied davon singen. Beschäftigen Sie die möglichen Reaktionen der Fans?
Franke: „Ich hatte jetzt im Vorfeld keinen Kontakt zu Fabian Bredlow, habe es aber damals natürlich mitbekommen, dass er hier einen schwierigen Start hatte. Aber ich habe keine Angst vor den Reaktionen der Fans. Ich möchte mit vollem Herz dabei sein, will die Fans mit Leistung überzeugen und werde mir auch eine Wohnung in Halle nehmen.“

Gebürtig kommen Sie aber aus Leipzig. Spielte auch die Nähe zur Heimat eine Rolle für den Wechsel?
Franke: „Klar, Ich bin gebürtiger Leipziger und meine Eltern und meine Geschwister leben noch dort. Aber das war eher ein geringfügiger Grund. Ich sehe hier im Verein einfach enorm viel sportliches Potenzial und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der HFC erfolgreich ist.“

Mit Stefan Kleineheismann und Max Barnofsky warten hier aber auch zwei Konkurrenten im Kampf um einen Stammplatz. Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?
Franke: „Jetzt geht es erstmal generell darum, sich gut in die Mannschaft zu integrieren, eine Wohnung zu finden und der Rest kommt durch stabile Trainingsleistungen von alleine.“

Also noch kein Einsatz im Pokal gegen Kaiserslautern?
Franke: „Ne, ich denke nicht.“