Fußball Fußball : Titelrennen in der Kreisoberliga entschieden?

Naumburg - In der Landesklasse, Staffel 7, ist die Meisterschaftsentscheidung vertagt worden. Spitzenreiter Rot-Weiß Weißenfels kam in Wengelsdorf über ein 1:1 nicht hinaus, ist nun punktgleich mit dem TSV Leuna (3:2-Sieg gegen Burgwerben), hat aber ein Spiel weniger ausgetragen.
LANDESLIGA: SC Naumburg - Germania Köthen 0:0. „Es ist schade, dass wir diese Aufgabe nicht fußballerisch lösen und damit den Klassenerhalt vorzeitig perfekt machen konnten“, sagte SCN-Trainer Matthias Krause nach dem torlosen Remis. Wenigstens habe man die Köthener auf Distanz halten können. „Nun wollen wir am Mittwoch in der Nachholpartie gegen Eisleben den Sack zumachen“, so Krause. Diese Partie findet ab 18.30 Uhr ausnahmsweise auf dem Halleschen Anger statt. Die größte Torchance gegen Köthen hatte Steven Krumbholz, als er nach einem zu kurzen und zu flachen Abschlag von Germania-Keeper Alexander Winzer allein auf diesen zulief, aber mit seinem Lupfer den entscheidenden Treffer nicht erzielte.
Spitzenreiter SSC Weißenfels stand bereits am Freitagabend nach der 2:3-Niederlage von Verfolger Brachstedt in Farnstädt vorzeitig als Meister der Südstaffel fest. Daran änderte auch die 1:2-Pleite der Saalestädter am Sonnabend in Landsberg nichts. Die Schützlinge von Maik Zimmermann liegen zwei Runden vor Saisonschluss mit neun Punkten Vorsprung uneinholbar vorn.
LANDESKLASSE: Blau-Weiß Zorbau II - BSC Laucha 5:1 (5:1). Die Glockenstädter verteilten laut Trainer Ronny Starch „zahlreiche Geschenke“. Sven Spitzers missglückten Rückpass nutzte Martin Freudenberg (1.) zur Blitzführung der Zorbauer. Freudenbergs zweiter Treffer (4.) fiel nach Meinung der Gäste aus klarer Abseitsposition. Bereits in der 11. Minute schraubte Falco Pießold mit einem Freistoß, bei dem der BSC-Keeper nicht die glücklichste Figur machte, das Ergebnis weiter in die Höhe. Im Gegenzug verkürzte Alexander Saal aus Nahdistanz zum 3:1. Das blieb aber aus Lauchaer Sicht auch das einzige Erfolgserlebnis. Denn noch vor der Pause erhöhte die Blau-Weiß-Reserve durch Nejervan Solivani (24.), der nach einem klaren Foul von Daniel Ulrich den fälligen Elfmeter verwandelte, und erneut Pießold (40./per Freistoß) auf 5:1 - dieses Mal allerdings unhaltbar für Tobias Schöneburg. So waren für das BSC-Team schon nach 45 Minuten alle Messen gesungen.
ESV Herrengosserstedt - SV Merseburg 99 II 5:2 (3:2). Gegen das Schlusslicht verloren die Gastgeber in der Vorwärtsbewegung den Ball, und den folgenden Konter schloss Mohamed Alkadour (13.) zum 0:1 ab. Im weiteren Verlauf bewahrte ESV-Keeper Ricky Grieser sein Team mit Glanzparaden vor einem klareren Rückstand. Nach einer halben Stunde hatten sich die Herrengosserstedter etwas gefangen. Bei einem ihrer Angriffe wurde Ruslan Ivanchenko von den Beinen geholt, und den Strafstoß (30.) verwandelte der Ukrainer selbst. Nach einem indirekten Freistoß im Strafraum der 99er - deren Keeper hatte den Ball nach einem Rückpass mit den Händen aufgenommen - traf Benjamin Hackbart (34.) zum 2:1, und den dritten Treffer der Einheimischen erzielte Kapitän Niklas Schröder-Reif (45.) mit einem Schuss in den linken Winkel. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war Reza Elmi aber noch zum 3:2 erfolgreich. Nach dem Seitenwechsel war von den Merseburgern nicht mehr viel zu sehen. Einen Eckstoß von Hackbart verwertete Ivanchenko (63.) am kurzen Pfosten zum 4:2, und für den Endstand sorgte der eingewechselte Eddi Oberreich (81.) nach Vorarbeit von Hackbart und Ivanchenko. Die Gäste sind nun endgültig abgestiegen.
KREISOBERLIGA: Eintracht Profen - Blau-Weiß Bad Kösen 1:1 (0:0). Die Meisterschaft im Burgenland-Oberhaus scheint entschieden. Dem VfB Nessa ist nach dem 3:0-Erfolg vom Sonnabend in Kretzschau und dem Remis von Verfolger Bad Kösen am Sonntag der Titel wohl nicht mehr zu nehmen. Das Team von Mario Krause hat vor den beiden ausstehenden Runden fünf Zähler Vorsprung. Die Kurstädter, denen zahlreiche Leistungsträger fehlten, begannen das Spitzenspiel beim bisherigen Tabellendritten druckvoll. Doch zwingende Torchancen konnten sie sich, wie auch die Gastgeber, nicht erarbeiten. In der zweiten Halbzeit sah das ganz anders aus. Nach einem Eckstoß der Profener war die Blau-Weiß-Abwehr nicht auf der Höhe des Geschehens, und so konnte Sebastian Edel (70.) zum 1:0 einköpfen. Die Bad Kösener zeigten sich keinesfalls geschockt, und nach einigen Umstellungen agierten sie offensiver. Einige gute Torgelegenheiten ließen sie aus, ehe Spielertrainer Marc Eschrich mit einem Schuss ins lange Eck den Gleichstand herstellte. Nun drängten die Gäste auf den Siegtreffer, aber dieser blieb Marc und Oliver Eschrich sowie Jonas Porsche verwehrt. Aber auch die Eintracht-Kicker waren mit ihren Kontern stets gefährlich. So blieb es beim leistungsgerechten Remis.
SC Naumburg II - Grün-Gelb Osterfeld 4:3 (1:2). Durch diesen Sieg kletterte die SCN-Reserve auf den angestrebten Bronzerang, aber für sie ist auch noch Platz zwei möglich. Dabei verschliefen die Gastgeber die erste halbe Stunde. Sorbon Saidov (26.) und Sebastian Menz (27.) sorgten für eine Zwei-Tore-Führung der Matzturmstädter. Beinahe mit dem Pausenpfiff erzielte Albert Reinicke, der zuvor bereits am Gebälk gescheitert war, den Anschlusstreffer. Nach dem Ausgleich durch seinen Bruder Stephan Reinicke (55.), der mit einem Schlenzer ins lange Eck erfolgreich war, traf Chris Karl (56.) per Direktabnahme nach einem Eckstoß sehenswert für die Osterfelder. Albert Reinicke drehte jedoch das Ergebnis zugunsten der Domstädter mit seinen Saisontreffern Nummer 24 und 25: zunächst per Kopf sowie dann nach einer Flanke von Trainer Patrick Hausmann, der wegen personeller Engpässe nach dreijähriger Pause erstmals wieder auflaufen musste. Der Coach war bei seinem Assist gerade mal fünf Minuten auf dem Platz. „Osterfeld hat gut gespielt, aber man muss anerkennen, dass wir nach den Rückständen immer wieder zurückgekommen sind“, meinte Hausmann.
Lossa/Rastenberg - FC ZWK Nebra 4:2 (2:1). Die Gastgeber hatten zunächst Pech, dass Marcus Jöricke (3.) nur den Pfosten traf und Mario Rahaus den Abpraller nicht verwerten konnte. Rahaus (11.) machte es dann besser, als er mit einem Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich war. Das weckte die Gäste, und Lukas Eckardt (21.) glich aus. Ein Sololauf von Jöricke nach Zuspiel von Christian Beck (32.) brachte die erneute Führung für die länderübergreifende Kombination. Ein Foul an Rahaus zwang Referee Mathias Kruse, der zuvor schon Pit Vollrath und Henrik Möder mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen hatte, auf den Punkt zu zeigen, und Kai Vollrath (63.) verwandelte zum 3:1. Das ZWK-Team steckte nicht auf und kam wiederum durch Eckardt (70.) noch einmal heran. In der Nachspielzeit machte Jöricke mit seinem zweiten Treffer alles klar.
SV Mertendorf - Droyßiger SG 3:1 (2:0). Die Wethautaler haben mit diesem Sieg - und weil auch die Konkurrenz mitspielte - den Klassenerhalt vorzeitig geschafft. Als die anderen Ergebnisse bekannt wurden, brandete im Team des Aufsteigers am Sonntagnachmittag großer Jubel aus. Zuvor mussten die SVM-Kicker aber schwere 90 Minuten überstehen. Nachdem Julian Könnicke, Manuel Willem und Daniel Schmelzer zunächst Chancen ausgelassen hatten, brachte Könnicke (25.) die Gastgeber nach einem Zuspiel von Schmelzer in Front. Nur drei Minuten später erhöhte Martin Kranz nach Pass von Maximilian Kranz auf 2:0. In der zweiten Halbzeit drohte die Partie zu kippen, als Kurt Göhring (60.) den Anschlusstreffer erzielte. Per Direktabnahme nach Hereingabe von Torschütze Kranz beendete Felix Bach (79.) mit dem 3:1 jedoch das große Zittern. (tok/maw/hob)