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Fußball Fußball: "Erst mal die Hinrunde zu Ende bringen"

Von Torsten Kühl 20.11.2020, 12:55
Thomas Kirchhoff, Trainer des FC RSK Freyburg, hängt mit seinem Team wie alle anderen in Sachsen-Anhalt in der Warteschleife fest.
Thomas Kirchhoff, Trainer des FC RSK Freyburg, hängt mit seinem Team wie alle anderen in Sachsen-Anhalt in der Warteschleife fest. Torsten Biel

Naumburg - Nun also ist es amtlich: Bis zum Ende dieses Kalenderjahres wird es in Sachsen-Anhalt in allen Altersklassen und auf allen Leistungsebenen des Landes keine Fußball-Pflichtspiele mehr geben. Dies hat der Vorstand des FSA am Donnerstagabend so entschieden (wir berichteten, siehe auch „Ab in die Winterpause“).

Seit Ende Oktober ist der Spielbetrieb hierzulande wegen der aktuell gültigen Corona-Eindämmungsverordnung, die weder einen Trainings- noch einen Wettkampfbetrieb im Amateurbereich vor allem im Mannschaftssport zulässt, bereits ausgesetzt. Wie geht es nun aber weiter? Über mögliche Szenarien sprach Tageblatt/MZ mit dem für den Spielbetrieb zuständigen Vizepräsidenten des Kreisfachverbandes Fußball Burgenland, Tobias Czäczine. „Die Beendigung der Hinrunde hat für uns absolute Priorität“, sagt Czäczine. „Dann hätten wir eine halbwegs faire Wertungsgrundlage, und die sogenannte Quotientenregel müsste gar nicht erst zurate gezogen werden, weil dann ja jeder gegen jeden einmal gespielt hätte.“ Sollte dann noch genügend Zeit sein, könne man ja über mögliche Auf- und Abstiegs-Play-offs nachdenken. Viel hänge aber natürlich von der Entwicklung der Pandemie und den damit verbundenen Entscheidungen der Politik ab.

Und wie sehen die Betroffenen vor Ort, also die Kicker der Saale-Unstrut-Finne-Region, die aktuelle Lage? „Eigentlich soll es ja am kommenden Dienstag eine Videokonferenz mit Vertretern der Staffel 7 geben. Ich weiß gar nicht, ob die jetzt überhaupt noch stattfinden wird“, sagt Thomas Kirchhoff, Trainer des Landesklasse-Vertreters FC RSK Freyburg. Schon die kurzfristige Absage des Derbys gegen den BSC Laucha, das am 31. Oktober über die Bühne gehen sollte, hatte an der Unstrut für Verstimmungen gesorgt. „Das konnte damals niemand verstehen, dass man einen kompletten Spieltag herschenkt,, obwohl die neuen Beschränkungen erst ab dem 2. November galten“, so Kirchhoff. Dabei habe man alles bis ins Detail korrekt vorbereitet gehabt. Nun sei man weiterhin zum Abwarten verdammt. Spezielle individuelle Trainingspläne für seine Schützlinge hat der RSK-Coach nicht erstellt. „Wir warten auf das Go für den Re-Start. Dann sind mindestens zwei, besser vier Wochen Vorbereitung nötig.“