Freizeit-Fußball Freizeit-Fußball : Quedlinburg vs. London

Quedlinburg - Der Pokal geht nach London. Die Freizeitkicker von St. Mary’s aus der britischen Hauptstadt haben das kleine Turnier am Samstag auf dem Moorberg gegen die Quedlinburger „Uhus“ gewonnen.
So konnten sie zumindest am Nachmittag noch jubeln, ehe sie am Abend gemeinsam mit ihren deutschen Freunden zusehen mussten, wie der FC Liverpool im Champions-League-Finale kläglich gegen Real Madrid versagt hat.
Dass es in Quedlinburg zu der deutsch-englischen Begegnung kam, ist Stefan Claus zu verdanken. Der Quedlinburger lebt seit Ende der 1990er Jahre in London: „Ich wollte Englisch lernen, und dann bin ich einfach da hängen geblieben“, sagt er.
Freizeit-Fußball: Verein nach Schule der Kinder benannt
Seit 2005 ist er bei St. Mary’s dabei; die Männer haben ihre Freizeitmannschaft nach der Grundschule ihrer Kinder im Londoner Stadtteil Wimbledon benannt.
Jeden Freitag treffen sich die Schreiner, Lehrer, Banker, Köche und Polizisten, um Fußball zu spielen.
Diese Leidenschaft teilen sie mit dem Sportverein Uhus-Quedlinburg, der vielen Einheimischen vor allem durch den legendären Kuba-Stand beim Advent in den Höfen bekannt ist.
Und weil sich nun Stefan Claus von St. Mary’s und Peter Stentzel von den Uhus gut kennen, kam das Turnier zustande, bei dem am Ende jeder als Sieger vom Platz gehen sollte, wie Vereinspräsident Lars Stubbe sagt.
Die Engländer haben ein verlängertes Wochenende in Quedlinburg verbracht, „und den heutigen Tag wollen wir ihnen widmen“, sagte Stubbe am Samstag.
Mit Fußball spielen, Grillen und abends Fußball gucken im Pub.
Ein kleiner Höhepunkt im Vereinsleben der Uhus, denen es nicht nur um Fußball geht. Der Verein sei gemeinnützig, betont Stubbe, und so würden auch Projekte in der Jugendarbeit, im Sport und für den Naturschutz in Quedlinburg unterstützt.
Beispielsweise mit Baumpflanzungen im Brühl und auf der Altenburg und mit dem Sponsoring von Sportvereinen.
Einmal im Jahr fahren die Männer, alle zwischen Ende 40 und Ende 60, ins Trainingslager. Vielleicht, so hoffte am Samstag mancher, könnte das im kommenden Jahr in England stattfinden - bei einem Gegenbesuch bei St. Mary’s. (mz)