Aufbruchstimmung beim MBC Aufbruchstimmung beim MBC: Fester Glaube an das Ende der Querelen

Weißenfels - Das erste Wiedersehen fühlte sich richtig gut an, auch ohne Basketball. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie trafen sich die Mitglieder der Alphawölfe, eines Fanclubs des Mitteldeutschen Basketball Clubs (MBC), am Wochenende zum gemeinsamen Abendessen. In den vergangenen Monaten, nach dem abrupten Ende der Bundesliga-Saison hatten sie stets Abstand gehalten.
„Dieses Zusammensein hat uns allen gefehlt. Wir sind ja wie eine Familie“, erzählt Jens Peltsch-Hahnemann, der Vorsitzende. Und: „Natürlich haben wir ausführlich über den MBC gesprochen.“
Denn die Fan-Seelen mussten leiden in der vergangenen Spielzeit: drei Trainer, interne Querelen, Abstiegsangst. Am Ende doch der Klassenerhalt. Aber lange kein Basketball wegen der Corona-Pandemie. Dann die Abgänge zahlreicher Identifikationsfiguren wie Kapitän Andrew Warren oder Routinier Tremmell Darden. Neun Profis haben den Klub verlassen. Trotzdem: „Wir sind“, sagt Peltsch-Hahnemann, „positiv gestimmt. Was bislang passiert ist, lässt hoffen.“
Wieder eine Einheit?
Eine Woche vor dem Trainingsauftakt steht das Team beinahe komplett. Zwei oder drei deutsche Ergänzungsspieler werden sich dem Syntainics MBC wohl noch anschließen. Doch schon jetzt sagt Peltsch-Hahnemann: „Die Verpflichtungen zeigen, dass diesmal mehr Wert auf die Defensive gelegt wurde, das war in der vergangenen Saison ein Problem.“ Dass die ganz großen Namen bei den Zugängen fehlen? „Das gehört zur DNA unseres Vereins einfach dazu, das kennen wir gar nicht anders“, sagt er. „Die ein oder andere Perle zu finden, hat unseren MBC schon immer ausgezeichnet.“
Zumal diesmal Spieler verpflichtet wurden, die großes Potenzial besitzen: Michal Michalak zum Beispiel, der polnische Nationalspieler und Topscorer der vergangenen Saison in der ersten Liga seines Heimatlandes. Oder Roko Rogic, der erfahrene kroatische Nationalspieler, der den Spielaufbau übernehmen soll. Auch die Rückkehr von Aleksandar Marelja stimmt die Fans optimistisch, denn: „In Braunschweig lief es zwar nicht perfekt für ihn, aber er war verletzungsfrei“, sagt Peltsch-Hahnemann über den Center, der 2018/2019 für Weißenfels auf dem Parkett stand. Damals bremste ihn aber eine Verletzung aus. Nun der zweite Anlauf im Wölfe-Trikot.
Viel Hoffnung auf Poropat
Die große Hoffnung der Fans: In der kommenden Saison wird die Mannschaft eine echte Einheit. „Da legen wir große Hoffnungen in Silvano“, sagt Peltsch-Hahnemann über Coach Silvano Poropat. „Er ist der ruhende Pool, der aber auch mal explodieren kann. Diese Impulse von außen haben dem Team in der letzten Saison manchmal gefehlt.“ Deshalb kam es zu Querelen. Deshalb überwarfen sich Teile der Mannschaft mit Ex-Coach Björn Harmsen. Deshalb musste auch sein Vorgänger Wojciech Kaminski gehen. All das ist nun Geschichte.
Beim Syntainics MBC herrscht Aufbruchstimmung. In der vergangenen Woche bewarben sich die Wölfe für die Ausrichtung eines der vier Achtelfinal-Turniere im BBL-Pokal. Nach MZ-Informationen stehen die Chancen auf eine Zusage gut. (mz)