2:1-Sieg gegen SpVgg Greuther Fürth

Piccinis Traumdebüt verschafft dem 1. FC Magdeburg wieder etwas Luft

Der 1. FC Magdeburg hat gegen Erstliga-Absteiger Greuther Fürth seinen Aufwärtstrend fortgesetzt, den ersten Heimsieg eingefahren und die Abstiegsränge verlassen.

Aktualisiert: 12.09.2022, 10:16
FCM-Zugang Cristiano Piccini feiert sein Premiere-Tor mit Trainer Christian Titz.
FCM-Zugang Cristiano Piccini feiert sein Premiere-Tor mit Trainer Christian Titz. (Foto: IMAGO/Eibner)

Magdeburg/dpa - Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und gegen den noch sieglosen Erstliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth den ersten Heimsieg gefeiert. Vor 18.955 Zuschauern gab es in der heimischen MDCC-Arena ein 2:1 (1:1). Neuzugang Cristiano Piccini (37.) und Moritz Kwarteng (86.) trafen für den FCM, Damian Michalski (42.) glich zwischenzeitlich aus.

„Ein erleichterndes Gefühl, dass wir zu Hause den Dreier eingefahren haben. Die Fans haben es sich verdient. Jeder hat auch gesehen, wie schnell sich unsere neuen Spieler in die Mannschaft integriert haben“, sagte Siegtorschütze Kwarteng.

Magdeburg begann mit einer neuen Viererkette mit den beiden erst zu Beginn der Woche verpflichteten Cristino Piccini und Herbert Bockhorn. Der zuletzt als Rechtsverteidiger eingesetzte Mohammed El Hankouri lief als Linksaußen auf. Ansonsten blieb der FCM bei der zuletzt etablierten ersten Pressinglinie kurz hinter der Mittellinie und erarbeitete sich in der Anfangsphase viel Ballbesitz und einige Offensivszenen.

1. FC Magdeburg kann spielerisch nicht überzeugen

Bei allem Bemühen kamen die Magdeburger aber auch nicht zu einem Torabschluss, weil sich immer wieder Ungenauigkeiten und leichte Fehler im letzten Drittel einschlichen. Die Gäste kam erst nach zwanzig Minuten zur ersten Ballbesitzphase, doch auch diese brachte keine Gefahr. Dafür hatten sich das Kleeblatt nun besser auf die Magdeburger Angriffe eingestellt, so dass es dem FCM zunehmend schwerer viel, ins Angriffsdrittel zu spielen. Dazu fehlte dem Magdeburger Mittelfeld ein ums andere Mal die Übersicht, so dass besser postierte Mitspieler übersehen wurden.

So mussten Standards für Torgefahr sorgen: Nach einer Ecke konnte Fürth nicht richtig klären, ein Distanzschuss von Kwarteng ließ Torwart Andreas Linde prallen und Neuzugang Piccini staubte ab. „Wir haben gewonnen, das war sehr wichtig für uns. Und auch für mich war es ein perfekter Tag“, sagte Piccini. Die Gäste schalteten sofort auf mehr Offensive um, waren nun wesentlich präsenter und kamen ebenfalls nach einer Ecke zum Ausgleich.

Nach der Pause behielten die Gäste ihre aktivere Grundhaltung bei, Magdeburgs Defensive hatte so deutlich mehr zu tun, auch wenn nach wie vor auf beiden Seiten aus dem Spiel heraus wenig Gefährliches entstand. Keines der Teams wollte den entscheidenden Fehler machen, niemand ging das allerletzte Risiko ein. Als sich fast alle schon mit einem Unentschieden angefreundet hatten, traf Kwarteng nach tollem Solo des eingewechselten Tatsuya Ito doch noch mit einem Sonntagschuss aus 19 Metern zum Sieg.