Sanierung der MDCC-Arena

MDCC-Arena: Stadt Magdeburg plant 300.000 Euro für Sanierungsplanung des FCM-Stadions

Magdeburg - Der Magdeburger Stadtrat will wissen, wie sie die FCM-Spielstätte sanieren kann. Dafür muss die Stadt tief in die Tasche greifen.

Von Clemens Boisserée 14.12.2016, 10:45
„Wer billig baut, baut zweimal“ - die Fans des FCM machten ihrem Ärger sarkastisch Luft.
„Wer billig baut, baut zweimal“ - die Fans des FCM machten ihrem Ärger sarkastisch Luft. imago sportfotodienst

„Der Stadtrat beschließt, in den Haushaltsplan 2017 Planungskosten in Höhe von 300.000 € einzustellen.“ Es ist ein simpler Satz, der den Fans des 1. FC Magdeburg neue Hoffnung auf normale Zustände im eigenen Stadion machen darf. Am Montag stimmte der Stadtrat der Landeshauptstadt zu, die Planungen für Bauarbeiten an der MDCC-Arena, Spielstätte des FCM, voranzutreiben. 

Externes Baubüro soll zwei Varianten planen - und die Kosten schätzen

Zur Erinnerung: Durch rhythmisches Hüpfen der Fans ist die Statik des 31 Millionen-Bau stark beschädigt. Oberbürgermeister Lutz Trümper hatte Baufehler bei dem erst 2006 eröffneten Stadion ausgeschlossen, viel mehr sei die Arena als reines Sitzplatzstadion geplant worden und nicht für rhythmisch hüpfende Fans ausgelegt. Zuletzt hatten die Anhänger des Drittligisten daher einem Hüpfverbot zustimmen müssen, um einen kompletten Zuschauerausschluss für die FCM-Heimspiele zu verhindern.

Anfang Dezember bestätigte ein Gutachten den schlechten Zustand der Tribünen. Daraufhin kündigte die Stadt an, Planungen für zwei Sanierungsmodelle durch ein externes Baubüro erarbeiten zu lassen. Die dafür notwendigen Gelder wurden nun bereitgestellt. Mit Abschluss der Planungen soll auch klar sein, wie teuer die gesamten Sanierungsarbeiten werden. Über deren Genehmigung - voraussichtlich in deutlich siebenstelliger Höhe - müsste dann erneut der Stadtrat entscheiden.

FCM-Fans dürfen wohl frühestens 2018 wieder hüpfen

"Ziel sollte es sein, dass dem Stadtrat spätestens im April/Mai 2017 die Planung zur Beschlussfassung vorliegt, um nach Möglichkeit noch im Sommer mit der Rekonstruktion zu beginnen", hieß es in einem Antrag von CDU, FDP und BfM (Bund für Magdeburg). Im Fokus steht die Betonsanierung der Nordtribüne in den Blöcken drei bis sechs, Heimat der treusten FCM-Fans. „Im Wesentlichen handelt es sich um zusätzliche Unterstützungskonstruktionen für die Stufenbalken und für die Zahnbalken“, erklärte eine Stadtsprecherin.

Schon jetzt ist klar: Bei beiden Modellen wird es sich um „nicht unwesentliche Eingriffe“ handeln, wie eine Stadtsprecherin sagte. Trümper sprach gegenüber dem MDR von einer Planungs- und Bauzeit von 18 bis 24 Monaten - bis dahin müssen die FCM-Fans auf ihre koordinierten Hüpfeinlagen verzichten.