HFC-Podcast „Chemie kennt keine Liga“ Folge 39 - Marien vor dem Aus? Es rumort beim HFC!
Während die Ligaspiele ausfallen, brodelt es intern beim Halleschen FC. Kaufmännischer Leiter Robert Marien könnte seinen Posten verlieren - aber er hat auch Unterstützer. Und: Länger Winterpause, Aufstiegsreform und bevorstehende Spiele.

Halle/MZ. - In der 39. Folge des Podcasts „Chemie kennt keine Liga“ der Mitteldeutsche Zeitung sprechen Julius Lukas, Fabian Wölfling und Tobias Grosse über sportliche Lichtblicke, strukturelle Probleme und erhebliche interne Spannungen beim Hallescher FC.
Fakhro verletzt? „Das wäre extrem bitter“
Sportlich steht zunächst der 1:0-Heimsieg gegen Rot-Weiß Erfurt im Fokus, den Wölfling als „eine mit der besten Saisonleistungen, ein absolut verdienter Sieg“ einordnet. Trotz Personalsorgen und einer improvisierten Defensive habe der HFC stabil gespielt, das entscheidende Tor erzielte Malik Fakhro. Gleichzeitig bleibt das alte Manko bestehen: „Viel Aufwand, wenig Ertrag“, wie Wölfling betont. Im anschließenden Testspiel gegen Eilenburg (2:2) sorgten mögliche Verletzungen von Fakhro und Fatlum Elezi für Unruhe – „das wäre extrem bitter“, sagt Grosse mit Blick auf Fakhros Form.
Breiten Raum nimmt die Diskussion um Spielabsagen und die Reaktion des Nordostdeutscher Fußballverband ein. Künftig soll die Regionalliga zwei Wochen später starten und dafür mehr englische Wochen absolvieren. Wölfling sieht darin zumindest etwas Planungssicherheit, auch wenn der Winter damit nicht komplett entschärft werde.
Aufstiegsreform: „Das ist ein sehr kluges Modell“
Hoffnungsvoll klingt der Blick auf die bundesweite Aufstiegsreform: Eine Arbeitsgruppe empfiehlt vier statt fünf Regionalligen und den direkten Aufstieg aller Meister. „Das ist ein sehr kluges Modell“, meint Wölfling, nun liege der Ball beim Deutscher Fußball-Bund.
Am brisantesten ist jedoch das interne Beben um den kaufmännischen Leiter Robert Marin. Grosse schildert, Marin sei mit großen Erwartungen gekommen, stehe nun aber offenbar vor dem Aus, während sich der Verwaltungsrat querstelle. „Das ist eine explosive Situation“, warnt Wölfling, zumal eine klare Auflösung bislang fehle.
Abschließend richten die Hosts den Blick nach vorn: auf ein mögliches Heimspiel gegen Greifswald und das emotional aufgeladene Duell bei BSG Chemie Leipzig, das laut Wölfling „auf jeden Fall ein Hochsicherheitsspiel“ werde