Concordiasee

Concordiasee bei Nachterstedt: Kann im Jahr 2019 wieder gebadet werden?

Nachterstedt - Eine Teilfreigabe des Concordia Sees im Jahr 2019 sei „realistisch“. Diese Einschätzung haben Vertreter der Bergbehörde und der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft) am Donnerstagabend im Rathaus Nachterstedt im Kreise von Stadträten und Landtagsabgeordneten ...

10.08.2017, 16:40
Der Concordiasee entstand durch Flutung des früheren Kohletagebaus „Concordia". Im August 2002 wurde der See eröffnet, am 18. Juli 2009 gab es einen verheerenden Erdrutsch und am 29. Juni 2016 einen weiteren.
Der Concordiasee entstand durch Flutung des früheren Kohletagebaus „Concordia". Im August 2002 wurde der See eröffnet, am 18. Juli 2009 gab es einen verheerenden Erdrutsch und am 29. Juni 2016 einen weiteren. Urheber: Chris Wohlfeld

Eine Teilfreigabe des Concordia Sees im Jahr 2019 sei „realistisch“. Diese Einschätzung haben Vertreter der Bergbehörde und der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft) am Donnerstagabend im Rathaus Nachterstedt im Kreise von Stadträten und Landtagsabgeordneten getroffen.

Ziel bleibt eine touristische Nutzung

Nach wie vor sei eine touristische Nutzung das Ziel. Nachdem im Juni 2016 während der Sanierungsarbeiten 1,7 Millionen Kubikmeter Erde ins Rutschen kamen, hatte die LMBV die Ursachen erforscht. Dazu erfolgten laut einer Mitteilung der LMBV Erkundungen außerhalb und innerhalb des Rutschungskessels, auf dem verdichteten Damm sowie im Hinterland. Laut LMBV waren die Rüttelmaßnahmen selbst Auslöser der erneuten Rutschung. „Grundsätzlich kann eine solche Setzungsfließrutschung in verflüssigungsempfindlichen Kippenarealen auch bei geringem Energieeintrag nicht völlig ausgeschlossen werden“, heißt es.

Dennoch sei das Herstellen von Rüttelverdichtungsdämmen alternativlos, um gefährdete Kippenböschungen zu sichern. Inzwischen sei das fortgeschriebene Sanierungskonzept bei der Bergbehörde eingereicht und erörtert worden. Die nächsten Schritte seien die Sicherung und Profilierung der Rutschungskessel von 2009 und 2016, weitere Sicherungsmaßnahmen an der Ostböschung durch Rüttelverdichtung und abschließende Arbeiten, um die Trittsicherheit im nördlichen Uferbereich herzustellen. (mz/kb)