Wenig Chancen für Magdeburg, Dessau und Wittenberg

Zukunftszentrum Deutsche Einheit: Sachsen-Anhalt schickt Halle ins Rennen

Sachsen-Anhalt schickt um das geplante Zukunftszentrum Deutsche Einheit Halle ins Rennen. Das gab die Landesregierung am Dienstag bekannt. Zuletzt hatten sich auch Magdeburg, Wittenberg und Dessau Hoffnungen auf die millionenschwere Investition gemacht.

Aktualisiert: 19.07.2022, 14:32
Halle will das Zukunftszentrum Deutsche Einheit direkt am Riebeckplatz bauen.
Halle will das Zukunftszentrum Deutsche Einheit direkt am Riebeckplatz bauen. Foto/Grafik: dpa/Büttner

Magdeburg/DUR/slo – Das Land Sachsen-Anhalt geht mit dem Standort Halle ins Rennen um das Zukunftszentrum Deutsche Einheit. Die Pläne der Stadt hätten die größten Erfolgsaussichten im Wettbewerb, so Staatsminister Rainer Robra. Das Land unterstützt daher nun die Halle-Bewerbung mit 50.000 Euro.

Ausschlaggebend seien die gut vernetzten wissenschaftlichen Einrichtungen mit starken, breit gefächerten Bezügen zum Inhalt des Zukunftszentrums, das breite Kulturangebot und die große Vielfalt von Kultureinrichtungen im Sinne einer fachübergreifenden Vernetzung. Hinzu komme die optimale Erreichbarkeit der Stadt per Auto, Bahn und Flug sowie die innerstädtische und fußläufige Lage des vorgesehenen Standortes des Zentrums am Riebeckplatz, so die Landesregierung in einem Statement.

Das Zukunftszentrum Deutsche Einheit soll sich mit den ostdeutschen Umbruchserfahrungen nach 1989 befassen, um daraus „Transformationsherausforderungen der kommenden Jahrzehnte“ zu entwickeln.

Auch Magdeburg, Dessau und Wittenberg hatten sich zuvor Hoffnungen auf den Zuschlag gemacht, die Chancen dürften nun aber deutlich sinken.

Der Bund will dafür rund 20 Millionen Euro investieren und 200 Stellen schaffen. Bis Ende September können Konzepte eingereicht werden. Klar ist, dass das neue Zentrum im Osten entstehen soll.