Wahl des Deutschen Hochschulverbandes Wissenschaftsminister des Jahres: Silbermedaille für Armin Willingmann aus Sachsen-Anhalt
Drei Mal hat der SPD-Politiker bereits den Titel „Wissenschaftsminister des Jahres“ geholt. Diesmal schrammt er hauchdünn am Sieg vorbei. Mehr als 2.000 Wissenschaftler stimmten ab. Wer sich am Ende durchsetzte - und wie Willingmann sein Ergebnis bewertet.

Halle/Magdeburg/MZ/MM. - Olympia ist zwar vorbei, jetzt aber gibt es Silber für Armin Willingmann (SPD). Bei der Wahl zum „Wissenschaftsminister des Jahres 2026“ belegte der Amtsinhaber aus Sachsen-Anhalt erneut den zweiten Platz.
Mit der für ihn neuen Bestnote 2,053 landete Willingmann denkbar knapp hinter seiner Brandenburger Amtskollegin Manja Schüle (2,037) und deutlich vor der drittplatzierten Baden-Württemberger Ressortchefin Petra Olschowski (2,962). Das teilte der deutsche Hochschulverband mit.
Drei Mal bereits Wissenschafsminister des Jahres
Willingmann lag damit in den vergangenen acht Jahren immer in den TOP 2 der 16 deutschen Landesminister für Wissenschaft sowie der jeweiligen Bundesministerin, teilt das Wissenschaftsministerium in Magdeburg weiter mit.
2019, 2021 und 2024 wählten die DHV-Mitglieder Willingmann demnach zum „Wissenschaftsminister des Jahres“, in den anderen Jahren lag er jeweils auf Platz 2.
In der aktuellen Umfrage halten gut 71 Prozent der an der Umfrage beteiligten DHV-Mitglieder Willingmann für die „ideale“ (44,2%) bzw. eine „sehr gute“ (27,4%) Besetzung. Zum Vergleich: Im Schnitt aller Ministerinnen und Minister liegt diese Bewertung bei knapp 29 Prozent („ideal“: 9,3% und „sehr gut“: 19,4%).
Gratulation von Willingmann an Siegerin Manja Schüte
Willingmann gratulierte seiner Kollegin Manja Schüle und betonte: „Das positive Votum gibt mir persönlich und dem gesamten Ministerium Rückenwind. Die Noten bestätigen unseren Kurs, die Wissenschaftslandschaft in Sachsen-Anhalt gerade auch in schwierigen Zeiten möglichst attraktiv und wettbewerbsfähig aufzustellen. Ich freue mich – ganz olympisch – über die Silbermedaille.“
Der seit Jahren anhaltende starke Zuspruch aus den Hochschulen ist natürlich auch persönlich Ansporn, hier nicht nachzulassen. Denn Wissenschaft und Forschung sind und bleiben eine starke Säule unserer Gesellschaft und unseres Bundeslandes, die es ganz aktuell auch angesichts vielfältiger Bedrohungen der Wissenschaftsfreiheit zu verteidigen gilt.“
An der aktuellen Online-Umfrage für das DHV-Ministerranking haben lut dem Verband 2.222 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teilgenommen. Sie konnten die 16 für Wissenschaft zuständigen Landesministerinnen und -minister sowie die Bundesministerin für Bildung und Forschung bewerten und dabei Schulnoten vergeben.
Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit fast 34.000 Mitgliedern.