Lage schwer abwägbar

Landesregierung Sachsen-Anhalt zur aktuellen Corona-Lage: Neue Corona-Lockerungen nicht vor September

Magdeburg - Sachsen-Anhalts Kabinett hat am Dienstag über den Stand der Corona-Pandemie und das weitere Vorgehen beraten. Die wichtigsten Beschlüsse:

28.07.2020, 12:51
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt ZB

Sachsen-Anhalts Kabinett hat am Dienstag über den Stand der Corona-Pandemie und das weitere Vorgehen beraten. Die wichtigsten Beschlüsse:

Testzwang für Urlaubsrückkehrer geplant

Sachsen-Anhalt will den geplanten Testzwang für Urlaubsrückkehrer schnellstmöglich umsetzen. Das sei „dringend notwendig“, sagte Ministerpräsident Rainer Haseloff am Dienstag.

Notwendig sei dafür aber eine Rechtsgrundlage durch die Bundesregierung, die nächste Woche geschaffen werden soll. Wer Urlaub in einer Corona-Risiko-Region mache, müsste dann zwingend einen Corona-Test machen.

Jeder Bürger müsse sich zudem weiter fragen, ob bestimmte Reisen und Aktivitäten wirklich sinnvoll und notwendig seien. Kontaktbeschränkungen seien weiter sinnvoll, um neue Corona-Hotspots gar nicht erst entstehen zu lassen. „Noch einen Shutdown möchte ich unserem Land nicht zumuten wollen“, so Haseloff.

Nächste Corona-Verordnung erst am 25. August

Die aktuelle Situation sei schwer abwägbar. Daher wolle man erst einmal den Sommer abwarten, bevor es weitere Lockerungen gibt. Erst am 25. August wolle die Landesregierung über die nächste Corona-Verordnung entscheiden.

„Diese Zeit sollten wir uns lassen“, sagte Haseloff, der dann auch auf Ergebnisse der Corona-Forschung in Halle und Magdeburg hofft. Ob Kultur, Sportveranstaltungen mit Publikum oder Klassenfahrten: Es gebe genügend Themenfelder, bei denen Handlungsbedarf bestehe.

Die Maßnahmen der eigenen Landesregierung beurteilte Haseloff positiv. Die aktuelle Verordnung, die noch bis zum 16. September in Kraft ist, habe sich bewährt. Das Land habe noch keine Lockerung zurücknehmen müssen. Sachsen-Anhalt sei weiterhin eines der Bundesländer mit den geringsten Fallzahlen. (mz)