Neue Berechnung

Anderthalb Jahre weg: Corona verkürzt Lebenserwartung der Sachsen-Anhalter

Seit Jahrzehnten steigt die Zahl der Jahre, die Neugeborene statistisch vor sich haben - jetzt gibt es einen drastischen Einbruch. Dass es Sachsen-Anhalt besonders trifft, hat aus Sicht der Forscher Gründe.

Von Hagen Eichler Aktualisiert: 17.08.2022, 20:05
Die höhere Sterbezahl in der Corona-Pandemie führt zu einer Neubewertung der Lebenserwartung.
Die höhere Sterbezahl in der Corona-Pandemie führt zu einer Neubewertung der Lebenserwartung. Foto: Felix Kästle/dpa

Magdeburg - Die durchschnittliche Lebenserwartung in Sachsen-Anhalt hat sich während der Corona-Pandemie deutlich verkürzt. Nach einer aktuellen Berechnung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) lag der Wert im Jahr 2021 für Männer um anderthalb Jahre niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019. Bei den Frauen beträgt der Rückgang rund ein Jahr. „Eine solche Entwicklung hat es in Sachsen-Anhalt seit der Wiedervereinigung noch nie gegeben“, sagte der an der Studie beteiligte Sterblichkeitsforscher Markus Sauerberg der MZ. Die Ursache sehen die Wissenschaftler im vorzeitigen Versterben durch Corona.

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