„Wir brauchen eine neue Straße"

„Wir brauchen eine neue Straße": Immer mehr Badegäste quälen sich durch Frankleben

Frankleben - Franklebens Ortsbürgermeister Günter Küster (parteilos) ist genervt. Wochenende für Wochenende wird der Braunsbedraer Ortsteil von Badegästen überrannt, die am Geiseltalsee Erholung und Abkühlung suchen. Problem sind dabei die nicht enden wollenden Pkw-Schlangen, die durchs Dorf ziehen und am Ende irgendwo einen Parkplatz suchen, weil alle Stellplätze belegt sind. „Wir brauchen eine neue Straße zwischen Frankleben und Blösien zum See. Das muss jetzt angefasst werden“, fordert Günter ...

Von Diana Dünschel 09.08.2019, 12:00

Franklebens Ortsbürgermeister Günter Küster (parteilos) ist genervt. Wochenende für Wochenende wird der Braunsbedraer Ortsteil von Badegästen überrannt, die am Geiseltalsee Erholung und Abkühlung suchen. Problem sind dabei die nicht enden wollenden Pkw-Schlangen, die durchs Dorf ziehen und am Ende irgendwo einen Parkplatz suchen, weil alle Stellplätze belegt sind. „Wir brauchen eine neue Straße zwischen Frankleben und Blösien zum See. Das muss jetzt angefasst werden“, fordert Günter Küster.

Neue Zufahrt gefordert: Investition in die Infrastruktur vielmehr als Gemeinschaftsaufgabe

Denn er glaube nicht mehr, dass der relativ kleine, unbewachte Franklebener Strand das vorübergehende Provisorium bleibe, als das er 2014 angelegt wurde. Damals wurde ja im Masterplan für den See neben Mücheln-Stöbnitz der Bau eines zweiten überregionalen Strandes im Nordosten bei Blösien empfohlen, erinnert der Ortsbürgermeister. „Doch dann hat ja die Stadt Braunsbedra bei uns investiert.

Ein Sanitärcontainer und Müllkübel wurden aufgestellt, ein Parkplatz gebaut und für Begrünung gesorgt.“ Seitdem kämen immer mehr Gäste. „Ihr Aufkommen hat sich verdoppelt und verdreifacht.“ Er werfe Braunsbedra da nichts vor, sehe eine Investition in die Infrastruktur vielmehr als Gemeinschaftsaufgabe aller See-Anrainerkommunen, des Saalekreises und des Landes.

Uwe Jürgens aus der Müchelner Straße in Frankleben würde das auch begrüßen. „Ich wohne hier 53 Jahre. Es gab schon während des Kohleabbaus viel Verkehr. Doch das war nichts im Vergleich zu heute“, schimpft er. Die Leute würden oft auch viel zu schnell fahren. Als Anwohner müsse man da aufpassen. Er fordert deshalb als erstes verkehrsberuhigende Maßnahmen. (mz)