1. MZ.de
  2. >
  3. Mitteldeutschland
  4. >
  5. Weltkrebstag 2026: Eierstockkrebs tarnt sich (fast) perfekt - Forschung in Halle macht Hoffnung auf neue Therapien

Weltkrebstag 2026 Eierstockkrebs tarnt sich (fast) perfekt - Forschung in Halle macht Hoffnung auf neue Therapien

Eierstocktumoren werden oft erst spät diagnostiziert. Eine besonders aggressive Form bleibt zudem fürs Immunsystem nahezu unsichtbar. Wie ein Team der Universitätsmedizin Halle in Sachsen-Anhalt dennoch einen Durchbrauch erzielt hat, durch den Immuntherapien wirken könnten.

Von Matthias Müller 04.02.2026, 07:00
Akribische Analyse: Mit hochmodernen Geräten gelang es Dr. Nadine Bley und Prof. Dr. Stefan Hüttelmaier, bahnbrechende Erkenntnisse für eine mögliche Therapie von Eierstockkrebs zu gewinnen.
Akribische Analyse: Mit hochmodernen Geräten gelang es Dr. Nadine Bley und Prof. Dr. Stefan Hüttelmaier, bahnbrechende Erkenntnisse für eine mögliche Therapie von Eierstockkrebs zu gewinnen. (Foto: Universitätsmedizin Halle)

Halle/MZ. - Das menschliche Immunsystem ist ein mächtiges Bollwerk. Es greift gezielt Eindringlinge wie Viren und Bakterien an – und attackiert bösartige Zellen. Doch ausgerechnet für eine besonders aggressive Form von Eierstockkrebs, die für zwei Drittel aller Todesfälle bei diesem Karzinom verantwortlich ist, ist es sozusagen blind. „Die Tumorzellen befinden sich in einer Art von Tarnmodus“, sagt Prof. Dr. Stefan Hüttelmaier. Der funktioniert perfekt, so dass bisherige Therapien oft versagen. Oder besser: fast perfekt. Denn an der Universitätsmedizin Halle hat man einen Weg gefunden, das Versteck aufzudecken. Wie das Patienten helfen könnte - und ab wann. Krebs trifft auch in Sachsen-Anhalt viele Menschen.