Colbitz-Letzlinger Heide

Colbitz-Letzlinger Heide: Polizei räumt besetzten Truppenübungsplatz

Letzlingen - Bereitschaftspolizei hat nach mehreren Stunden eine Besetzungsaktion von Bundeswehr-Gegnern auf dem Truppenübungsplatz in der Altmark beendet. Der größte Teil der Besetzer verließ das Gelände am Dienstagabend freiwillig, als die Polizei anrückte, wie ein Bundeswehr-Sprecher berichtete. Die übrigen wurden von den Beamten zur Personalienaufnahme weggetragen. Die Räumung sei friedlich verlaufen, sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Drei Besetzer seien zur Personalienfeststellung nach Magdeburg gefahren worden, da sie sich nicht hätten ausweisen ...

19.08.2014, 11:42

Bereitschaftspolizei hat nach mehreren Stunden eine Besetzungsaktion von Bundeswehr-Gegnern auf dem Truppenübungsplatz in der Altmark beendet. Der größte Teil der Besetzer verließ das Gelände am Dienstagabend freiwillig, als die Polizei anrückte, wie ein Bundeswehr-Sprecher berichtete. Die übrigen wurden von den Beamten zur Personalienaufnahme weggetragen. Die Räumung sei friedlich verlaufen, sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Drei Besetzer seien zur Personalienfeststellung nach Magdeburg gefahren worden, da sie sich nicht hätten ausweisen können.

Mehrere Dutzend Gegner der Bundeswehr waren am Dienstag auf das Militärgelände vorgedrungen und hatten dort Zelte aufgestellt. Transparente an Bäumen unterstrichen ihre Forderung nach einer Schließung des Gefechtsübungszentrums in der Colbitz-Letzlinger Heide.

Auf dem Platz werden Soldaten auf Auslandseinsätze vorbereitet. Der Leiter des Gefechtsübungszentrums, Oberst Gunter Schneider, habe die Besetzer mehrfach vergeblich gebeten, das Gelände zu verlassen, betonte der Bundeswehr-Sprecher. Es gilt als Ordnungswidrigkeit, den militärischen Sicherheitsbereich zu betreten.

Nach Angaben der „Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ erteilte die Polizei den Besetzern einen sechstägigen Platzverweis, der sich auf ein Umfeld des Truppenübungsplatzes von zum Teil sieben Kilometern erstreckt.
Am Sonntag hatten Bundeswehr-Gegner in direkter Nähe zum Truppenübungsplatz ein Camp aufgeschlagen. Unter dem Motto „War starts here“ (Krieg beginnt hier) richten sich die Teilnehmer unter anderem gegen Waffenexporte und Kriegseinsätze. Am Dienstag sprach die Polizei von rund 200 Teilnehmern.
(dpa)