Wahl in Lützen

Wahl in Lützen: Neuer Bürgermeister: Uwe Weiß wird Chef im Rathaus

Lützen - Der neue Bürgermeister von Lützen heißt Uwe Weiß (SPD). Als der Lützener am Sonntag, 19 Uhr, zum Rathaus lief, um das Ergebnis aus erster Hand zu erfahren, wusste sein Kontrahent Nico Neuhaus bereits, dass die Wahlschlacht verloren war. Er saß vor dem Laptop und sagte: „Nur die Briefwahl steht noch aus, da wird bei einem Rückstand von fünf Prozent  nichts mehr zu machen sein.“ Am Ende holte Weiß 53,2 Prozent der Stimmen, Neuhaus kam auf 46,8 Prozent. Letztlich hat die Kernstadt den Ausschlag gegeben. Das neue Stadtoberhaupt  konnte aber auch das Gros der Briefwahlstimmen holen sowie die Mehrheit der Meuchener und Großgörschener überzeugen. In Röcken lagen die Kandidaten fast gleichauf. Während Neuhaus sagte, dass er mit seinen sachlichen Themen die Lützener nicht erreicht habe, äußerte Weiß: „Offenbar hat bei mir eine Rolle gespielt, dass sich die Dorfbewohner von der Kernstadt bisher nicht genügend ernst genommen fühlten.“ Das werde er ändern und er betonte: „Ich will ein Bürgermeister für alle 34 Orte sein.“ Als er vom Rathaus zur Feier in die Eisdiele Eisbär lief, sagte er:  „Ich bin froh, und ich schäme mich auch meiner Tränen ...

Von Holger Zimmer 15.10.2017, 19:39

Der neue Bürgermeister von Lützen heißt Uwe Weiß (SPD). Als der Lützener am Sonntag, 19 Uhr, zum Rathaus lief, um das Ergebnis aus erster Hand zu erfahren, wusste sein Kontrahent Nico Neuhaus bereits, dass die Wahlschlacht verloren war. Er saß vor dem Laptop und sagte: „Nur die Briefwahl steht noch aus, da wird bei einem Rückstand von fünf Prozent  nichts mehr zu machen sein.“ Am Ende holte Weiß 53,2 Prozent der Stimmen, Neuhaus kam auf 46,8 Prozent. Letztlich hat die Kernstadt den Ausschlag gegeben. Das neue Stadtoberhaupt  konnte aber auch das Gros der Briefwahlstimmen holen sowie die Mehrheit der Meuchener und Großgörschener überzeugen. In Röcken lagen die Kandidaten fast gleichauf. Während Neuhaus sagte, dass er mit seinen sachlichen Themen die Lützener nicht erreicht habe, äußerte Weiß: „Offenbar hat bei mir eine Rolle gespielt, dass sich die Dorfbewohner von der Kernstadt bisher nicht genügend ernst genommen fühlten.“ Das werde er ändern und er betonte: „Ich will ein Bürgermeister für alle 34 Orte sein.“ Als er vom Rathaus zur Feier in die Eisdiele Eisbär lief, sagte er:  „Ich bin froh, und ich schäme mich auch meiner Tränen nicht.“

Neuhaus saß mit seinen Unterstützern noch in der Heimatscheune in Zorbau zusammen und versicherte, dass er Uwe Weiß gleich gratuliert und ihm die Zusammenarbeit angeboten habe. Die hätte es zwar schon immer gegeben, aber schließlich müsse man nun einige Dinge auf den Weg bringen, die zuletzt liegen geblieben seien.

Zu den Gratulanten gehörte auch Noch-Bürgermeister Dirk Könnecke. Wie Gemeindewahlleiter Ronny Mank hatte er sich eine bessere Wahlbeteiligung als 52,4 Prozent erhofft.  Und er sagte, dass in den Wahllokalen auch diskutiert worden war, ob man ein zweites Mal hätte Wahlbenachrichtigungen verschicken sollen. Doch Wahlverlierer Neuhaus meinte, das sei vielleicht ein Nachteil gewesen, mit dem aber beide Kandidaten leben mussten. Könnecke sagte, dass Weiß einer sei, der den guten Weg, den man eingeschlagen habe, fortführen werde. Optimal wäre, wenn er Uwe Weiß noch einarbeiten könnte, ehe er  im Januar das Amt antritt. (mz)