Schießplatz Kuhndorf gesperrt

Schießplatz Kuhndorf gesperrt: Zwei Polizistinnen bei Übungen verletzt

Kuhndorf - Bei Schießübungen der Polizei auf dem Schießplatz in Kuhndorf sind zwei Polizisten verletzt worden. Nach MZ-Informationen soll es sich dabei um zwei Frauen handeln. In einem Fall ist demnach eine Polizistin an der Hand, eine andere am Kopf verletzt worden. Die Vorfälle ereigneten sich bereits im Sommer. Schon seit 1995 trainieren die Beamten wöchentlich in Kuhndorf mit Pistole und Maschinenpistole das Schießen. Medienberichte hatten Spekulationen um mögliche Querschläger auf der Schießanlage befeuert, die zudem seit Ende September teilweise gesperrt ...

Von Torsten Gerbank und Sebastian Münster 21.10.2016, 08:15

Bei Schießübungen der Polizei auf dem Schießplatz in Kuhndorf sind zwei Polizisten verletzt worden. Nach MZ-Informationen soll es sich dabei um zwei Frauen handeln. In einem Fall ist demnach eine Polizistin an der Hand, eine andere am Kopf verletzt worden. Die Vorfälle ereigneten sich bereits im Sommer. Schon seit 1995 trainieren die Beamten wöchentlich in Kuhndorf mit Pistole und Maschinenpistole das Schießen. Medienberichte hatten Spekulationen um mögliche Querschläger auf der Schießanlage befeuert, die zudem seit Ende September teilweise gesperrt ist.

Verletzte Polizistinnen in Kuhndorf: Unachtsamkeit beim Umgang mit der Waffe?

Wie die Polizeidirektion Halle mitteilte, konnte keine der beiden verletzten Polizistinnen erklären, wie die Verletzungen zustande gekommen sind. Auch im Nachgang konnte der Grund für die Blessuren nicht ermittelt werden.

Dass es sich um Schussverletzungen handelt, etwa durch Querschläger, schließt Uwe Petermann aber aus. Der Vorsitzende des Landesverbandes der Gewerkschaft der Polizei in Sachsen-Anhalt glaubt, dass sie durch Unachtsamkeit beim Umgang mit der Waffe geschehen sein könnten. Demnach seien Verletzungen an der Hand durch Bedienfehler möglich, etwa durch einen vor und zurück schnellenden Schlitten an der Waffe. Auch eine Schürfwunde am Kopf sei möglich, wenn eine unglücklich von der Waffe ausgeworfene Patronenhülse den Schützen am Kopf trifft.

Sperrung in Kühndorf steht nicht im Zusammenhang mit Verletzungen

Die derzeitige Sperrung der von der Polizei genutzten Schießbahn stehe in keinem Zusammenhang mit den Unfällen, teilt die hallesche Polizeidirektion mit. Stattdessen werde die Anlage, so wie lange geplant, gerade saniert. Aus Sicherheitsgründen müssen die Beamten seit den Vorfällen aber aus mindestens 20 Metern Abstand auf das Ziel schießen.

„Sonst gehen die Polizisten auf bis zu sechs Meter an das Ziel heran“, so Volker Czapla. Der ehemalige Vorsitzende des Kuhndorfer Schützenvereins teilt sich die Anlage bereits seit Jahren mit der Polizei. Querschläger und abprallende Geschosse hält Czapla aber für absolut unmöglich. Als Kugelfang werde feiner Sand eingesetzt, der jede Kugel aufhalte. (mz)