Mehrkosten und Zeitverzögerung

Neuer Ärger um Volkshaus Taucha: Schaden bei den Umbauarbeiten entdeckt

Von Tobias Schlegel
Bauarbeiten Volkshaus Taucha.
Bauarbeiten Volkshaus Taucha. (Foto: René Weimer)

Taucha/MZ - Die Sanierungsarbeiten im Volkshaus in Taucha ziehen sich nicht nur in die Länge, sie werden auch teurer als gedacht. Der Grund: Das Parkett des großen Festsaals ist hinüber und muss komplett erneuert werden. Darüber infomirerte Hohenmölsens Bürgermeister Andy Haugk (parteilos) jüngst den Stadtrat. Die Stadt rechnet mit Mehrkosten von mindestens 60.000 Euro.

Mehrkosten: Taucha will zusätzliche finanzielle Mittel im Haushalt einplanen

Vor etwa einem Monat sei der Schaden entdeckt worden, als sich laut Haugk „riesengroße Dellen“ in dem Parkett auftaten. Darunter wurden Pfützen entdeckt. „Die genaue Ursache wird derzeit noch abgeklärt“, sagte Haugk. Fest steht aber, dass der Belag „nicht mehr zu retten ist“ und komplett erneuert werden muss. Bitter für die Stadt, da der Festsaal ursprünglich nicht saniert werden sollte und nun eine zusätzliche Sanierungsmaßnahme aufgetreten ist, die nicht eingeplant war.

Unklar ist auch noch, wer das neue Parkett am Ende bezahlen wird. Der Schaden wurde der Versicherung gemeldet, die Stadt will gleichzeitig zusätzliche finanzielle Mittel im Haushalt einplanen, da die Zeit drängt. „Wir müssen dringend auf den Schaden reagieren“, sagte Haugk.

Seit Herbst 2020 wird wird das Volkshaus in Taucha für 600.000 Euro umfassend saniert

Derzeit laufen im Volkshaus Innenputz-, Heizungs- und Klempnerarbeiten. Nach wir vor ist unklar, wann der Umbau zu einem Multifunktionsgebäude abgeschlossen ist, ursprünglich wurde Mai als Endtermin genannt. Die zeitliche Verzögerung habe mit fehlenden Baumaterialien zu tun. Lieferzeiten von Baustoffhändlern seien nicht verlässlich.

Seit Herbst 2020 wird wird das Volkshaus in Taucha für 600.000 Euro umfassend saniert und modernisiert. Mit rund 400.000 Euro wird das Bauvorhaben mit EU-Fördergeldern unterstützt. Geplant ist, dass die Vereine des Dorfes Räume in dem Gebäude beziehen, auch Ortsbürgermeisterin Katrin Schmoranzer soll künftig ihr Büro im Volkshaus haben.