"Meckern kann jeder" "Meckern kann jeder": Dafür engagiert sich Webaus Ortschef in der Kommunalpolitik

Webau - Warum Bernd Hoffmann Kommunalpolitiker geworden ist? „Schimpfen und meckern kann jeder. Mitmachen und Mitgestalten - darum geht’s“, sagt der 61-Jährige. Und genau das will Hoffmann - im Interesse der Bürger von Webau und den Ortsteilen Wählitz und Rössuln. Wobei Webau ja selber nur ein Ortsteil ist - von Hohenmölsen. „Wir verfügen deshalb nicht selbst über Geld, das geht alles über die Stadt. Ich kann als Ortsbürgermeister nur die Anliegen sammeln, sie vortragen und versuchen, Lösungen mit zu finden“, sagt der Webauer.
Hoffmann kann als Ortschef direkten Einfluss auf Stadtrat nehmen
Seit 1999 engagiert sich Hoffmann in der Kommunalpolitik, nachdem ihn der damalige Bürgermeister fragte, ob er in der Gemeindevertretung nicht mitmachen wolle. Damals war Webau noch eigenständig. Seit drei Jahren ist er Bürgermeister, seit 2004 sitzt Hoffmann, der in Hohenmölsen eine Anwaltskanzlei leitet, zudem für die CDU im Stadtrat, dessen Vorsitzender er ist. Hoffmann sieht es als großen Vorteil, als Ortsbürgermeister auch im Stadtparlament vertreten zu sein.
Denn der Ortschaftsrat kann Beschlüsse nicht selbst verabschieden, er kann nur eine Empfehlung abgeben. Das letzte Wort hat stets der Stadtrat. Hier kann Hoffmann aber direkt Einfluss nehmen, wenn es zum Beispiel um die Haushaltsplanung geht und dabei Projekte für und in Webau zur Diskussion stehen.
Ortschef Hoffmann: Webau gut für junge Menschen
Ideen für den Ort gibt es reichlich: Straßenbeläge wie in der Schulstraße sollten mal wieder saniert werden. Nachdem am Postplatz Häuser abgerissen wurden, wünscht sich Hoffmann, dass die Fläche nicht brach liegt, sondern neue Häuser entstehen und sich Leute niederlassen. „Wir haben hier eine gute Infrastruktur. Es gibt in und um Hohenmölsen moderne Kitas und sämtliche Schulformen. Alles ist nicht weit voneinander entfernt und man ist schnell in Leipzig, Gera oder Naumburg. Das alles ist für junge Menschen entscheidend, um hier her zu ziehen“, sagt Hoffmann.
Bernd Hoffmann setzt sich für das Vereinsleben in Webau ein
Doch ihm ist klar, dass dafür auch das direkte Umfeld in Webau stimmen muss: „Die letzte Gaststätte hat nun zugemacht, das Kulturhaus in Köpsen gibt es nicht mehr. Auch ein neuer Spielplatz in Webau wäre nicht schlecht“, sagt Hoffmann. Gern hätte er ein Dorfgemeinschaftshaus, gerade nachdem es das Kulturhaus in Köpsen, das zu Rössuln gehört, seit drei Jahren nicht mehr gibt. Allerdings: „So eine Kulturstätte muss dann auch mit Leben gefüllt werden“, sagt der Bürgermeister. Das war das Problem des Kulturhauses, das die letzten Jahre leer stand.
Der Fokus liegt deshalb erstmal auf dem Vorhandenen. „Vor allem das Vereinsleben muss erhalten bleiben“, sagt Hoffmann mit Blick auf die Feuerwehren und den Wähliger Kegelverein. Auch die Gewerbetreibenden vor Ort wie die Bäckerei Hanke in Wählitz müsse man hegen und pflegen. „Sonst haben die Leute irgendwann gar nichts mehr hier“, so der Webauer, der auch in den nächsten fünf Jahren ein offenes Ohr für die Belange der Bürger haben will. Ob er einen Wunsch für die Zukunft hat? „Ich hoffe, dass sich Webau so entwickelt, dass sich die Menschen hier nach wie vor wohlfühlen“, antwortet der Bürgermeister. (mz)