Leichtathletik Leichtathletik: Eintracht Theißens Bester muss gehen

Theissen/MZ/Ner/TH - Einen traurigen Abschied gibt es beim SV Eintracht Theißen: Leichtathlet Tino Wagner zieht es in die Ferne und ihm steht eine Karrierepause bevor. Der 16-Jährige beginnt in Kürze seine Lehre als Sportfachmann im Harz und ist somit bald von seiner Heimat und seinem Verein abgeschnitten. Mit acht Jahren begann Tino beim SV Eintracht Theißen aktiv Sport zu treiben und wurde vom ehemaligen Leichtathletik-Trainer Hans Joachim Gerecke trainiert. Nach nur einer Trainingswoche nahm er an seinen ersten Bezirksmeisterschaften am 18. März 2006 in Naumburg teil - nur einen Tag vor seinem neunten Geburtstag - die er sofort gewinnen konnte. Ein wahrlich überragender Einstand.
Durch hartes Training und nie endenden Ehrgeiz wurde er schnell zur großen Nachwuchshoffnung im Bereich Leichtathletik von Theißen. Mittlerweile hat er 49 von 50 Viertelstundenläufen in Profen gewonnen und dabei ganz nebenbei noch einige Bahnrekorde aufgestellt. „Ich bin stolz darauf, 22-mal Bezirksmeister und sechsmal Landesmeister geworden zu sein“, sagt Tino. Über einen bis fünf Kilometer gewann er fast jeden Lauf. Letztes Jahr lief er mit gerade mal 15 Jahren seinen ersten Halbmarathon mit, den er in einer Stunde und 40 Minuten bewältigte. Eine Sammlung von 75 Medaillen und 22 Pokalen sind stumme Zeugen seines Talentes zum Laufen.
Doch Tino behält seine gesammelte Erfahrung nicht für sich allein, sondern versucht diese auch bereits weiterzuvermitteln: „Ich übernehme selber schon einige Trainingseinheiten unserer Übungsgruppe und bereite meine Vereinskameraden auf wichtige Wettkämpfe vor, indem ich sie gezielt versuche zu motivieren. Den daraus resultierenden Erfolg bei den Jüngeren zu sehen macht mich glücklich und stolz.“ Und weiter: „Meine Eltern haben mich in jeder Hinsicht bei allen Wettkämpfen und auch beim Training unterstützt. Ich schulde ihnen und meinen Trainern Herrn Gerecke und Daniela Hopfinger, die seit 2011 das Training übernommen hat, großen Dank. Ohne sie wäre ich nie so weit gekommen.“
Tino möchte trotz der baldigen Trennung auch weiterhin versuchen, so gut wie es geht zu trainieren und seine Läuferkarriere nach der Lehre unbedingt fortsetzen. Hopfinger ist gerührt und vermisst ihren jungen „Co-Trainer“ schon jetzt: „Wir sind stolz auf Tino und lassen ihn nur ungern ziehen. Wir wünschen ihm aber alles nur erdenkliche Glück bei seinem beruflichen Werdegang!“