Corona

Kann Burgenlandkreis bald keine korrekten Coronazahlen mehr angeben?

In den Krankenhäusern in Weißenfels, Naumburg und Zeitz gibt es wieder mehr Kranke auf den Intensivstationen.

Von Martin Walter 09.02.2022, 16:31
Covidstation im SRH Klinikum in Zeitz.
Covidstation im SRH Klinikum in Zeitz. Weimer

Weissenfels/MZ - Die Omikronwelle hat im Burgenlandkreis „deutlich Fahrt aufgenommen“, wie Amtsärztin Dr. Ina Treu am Mittwoch in der wöchentlichen Corona-Pressekonferenz sagte. Lag die Inzidenz vorigen Mittwoch noch bei 719, lag sie diesen Mittwoch rund ein Drittel höher. „Noch ist unsere Statistik sauber und tagesaktuell“, sagte Landrat Götz Ulrich (CDU). Doch wenn die Corona-Infektionszahlen weiter so rasant steigen, dann könnte die statistische Erfassung darunter leiden. Denn die Mitarbeiter des Gesundheitsamts müssten sich vorrangig um die Infektionsfälle und die Beratung sensibler Einrichtungen wie den Seniorenheimen und den Schulen kümmern. Falls keine akkurate Erfassung mehr möglich sein sollte, „werden wir die Öffentlichkeit informieren“, so der Landrat.

Auch die Hospitalisierungsrate ist wieder angestiegen, und zwar von 19,7 in der Vorwoche, auf nunmehr 45,5 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das macht sich auch auf den Intensivstationen bemerkbar. Waren es vorigen Mittwoch zwei, wurden an diesem Mittwoch laut Ina Treu fünf Covid-Patienten auf den Intensivstationen behandelt, jeweils zwei in der Weißenfelser und Naumburger Klinik und einer im Zeitzer Krankenhaus.

Nichtsdestotrotz macht sich der mildere Verlauf der Omikronvariante bemerkbar. Denn nur 18 der 28 Patienten, die auf den Covid-Normalstationen im Kreis behandelt wurden, lagen dort auch wirklich wegen dieser Krankheit. Die anderen sind zwar infiziert, aber symptomlos und hatten andere Leiden, beispielsweise nach Stürzen, so die Amtsärztin. Die jüngste Patientin mit Symptomen war zwölf Jahre alt.