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Handball-Sachsen-Anhalt-Liga Handball-Sachsen-Anhalt-Liga: SG Weißenfels/Großgrimma verzweifelt gegen Bernburg

04.11.2013, 22:22
Die Damen der SG Weißenfels/Großgrimma (in Blau) kassierten gegen Spitzenreiter TV Bernburg in der Sachsen-Anhalt-Liga eine hohe Heimniederlage.
Die Damen der SG Weißenfels/Großgrimma (in Blau) kassierten gegen Spitzenreiter TV Bernburg in der Sachsen-Anhalt-Liga eine hohe Heimniederlage. Peter Lisker Lizenz

Weissenfels/MZ/ST - Die Wege der beiden Handball-Damenteams des HC Burgenland und der SG Weißenfels/Großgrimma gehen in der Sachsen-Anhalt-Liga immer weiter auseinander. Während die in der vergangenen Saison als SG Saaletal aufgestiegenen Burgenländerinnen beim HSC Magdeburg mit 32:28 ihren sechsten Sieg einfuhren, kassierten die SG-Frauen zu Hause gegen den Tabellenführer TV Askania Bernburg die fünfte Niederlage. Die fiel mit 18:38 zudem sehr deftig aus. Der HCB bleibt punktgleich mit Bernburg Tabellenzweiter. Weißenfels/Großgrimma rutschte auf den vorletzten elften Rang ab.

Auszeit nach nur zehn Minuten

„Verzweiflung und Sprachlosigkeit, das sind wohl die Worte, die sehr zutreffend für dieses Handballdebakel sind“, kommentierte Claudia Kallwitz die Heimpleite der SG Weißenfels/Großgrimma. Die Heimsieben ging aufgrund von mehreren Verletzten und angeschlagenen Akteurinnen als deutlicher Außenseiter in diese Partie. „Doch das, was sich dann auf dem Parkett abspielte, kann auch keine Ausrede für eine geschwächte Mannschaft sein“, urteilte Kallwitz. Von Anfang an wirkten die Saalestädterinnen sehr unsicher und fanden nicht ins Spiel. Viele technische Fehler, zu hektisch abgeschlossene Angriffe und vor allem vergebene Chancen nutzten die Bernburgerinnen, um sich auf 1:7 abzusetzen (10. Minute). Das Trainerteam Frank Eichardt und Martin Faust zückte die grüne Karte zur frühen Auszeit. „Die Trainer stellten den Angriff noch einmal komplett um“, erzählte Kallwitz.

Danach war eine bessere Bewegung nach vorn zu sehen und es kam zu einigen Torerfolgen. „Doch was sich im Abwehrverband abspielte, war schier unbegreiflich“, so Kallwitz. 18 Gegentore wurden in der ersten Halbzeit zugelassen und nur halb so viele Tore geworfen. In der Pause war es selbst für die Trainer schwer, Worte für diese Deklassierung zu finden. Die Vorgaben der Ansprache erreichten nicht die Köpfe. Die Bernburgerinnen hielten den Neun-Tore-Vorsprung und bauten diesen sogar aufgrund von Unzulänglichkeiten auf Seiten der SG weiter aus. „Wir entschuldigen uns bei allen Zuschauern, die sich diese unterirdische Leistung mit ansehen mussten“, sagte Kallwitz abschließend.

Routine zahlt sich aus

Keine leichte Aufgabe hatten die Frauen des HCB gegen das junge Team des HSC Magdeburg. „Nach einer starken kämpferischen Leistung der Gäste zählt unterm Strich aber der Auswärtssieg“, sagte Trainerin Doreen Zänker. Die erste Viertelstunde war vom Abtasten auf beiden Seiten bestimmt. Die Gastgeberinnen versuchten die Deckung des HCB mit viel Laufarbeit durcheinander zu bringen. „Dies gelang auch das ein oder andere Mal“, meinte Zänker. So war es nicht verwunderlich, dass der HSC mit 7:5 in Führung ging (10.). Dann zeigte sich die größere Routine der Gäste, die den Rückstand in eine Führung verwandelte (10:8/15). Nun spulte der HCB sein Pensum herunter, wobei laut Zänker wieder einige Mängel im Abschluss zu verzeichnen waren. Die Gastgeberinnen blieben weiter auf Tuchfühlung (12:10/20.). Erst kurz vor der Pause setzten sich die Burgenländerinnen etwas ab (11:15/25.) und mit 17:14 ging es in die Kabine.

Ein Fünf-Tore-Vorsprung brachte nach dem Seitenwechsel nicht die erwartete Ruhe. Die Einheimischen verkürzten und kamen zum Anschluss (20:21/40.). Ein Zwischenspurt zum 25:22 (45.) war kurz darauf wieder verpufft (25:24/50.). „Doch mit etwas Glück und viel Geschick, wobei uns die offensive Deckung entgegenkam, setzten wir uns vorentscheidend ab (29:26/55.)“, so Zänker. Sie bedauert, dass der HCB die Angriffe nicht ruhiger und besonnener vorgetragen hat. Allerdings sah sie auch bei den Magdeburgerinnen die Kräfte schwinden.