Neue Hoffnung im Wethautal

Bald Radwege an Landesstraßen?

Von Iris Richter
Radfahrer unterwegs
Radfahrer unterwegs (Foto: dpa)

Osterfeld - Mit dem Zuckerbahnradweg auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Zeitz und Camburg, der seit 2019 durchgängig befahrbar ist, haben sich die Bedingungen für Radfahrer im Wethautal deutlich verbessert. Zusammen mit dem Saale-Radwanderweg sowie Wegen der Saale-Elster-Radacht sind besonders die touristischen Möglichkeiten, mit dem Fahrrad die Region zu entdecken, gewachsen. Nun würde das Wethautal gern bei den Alltagsradrouten nachziehen.

Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Kerstin Beckmann (FDP) nutzte jüngst die Chance Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) darauf anzusprechen. „Wir haben in der Verbandsgemeinde Landesstraßen, aber auch die Bundesstraße 180, die häufig von Radfahrern genutzt werden und auf denen es schon schwere Unfälle mit Radfahrern gegeben hat“, begründet Kerstin Beckmann die Initiative. Gemeint seien etwa der Abschnitt der L 190 zwischen Goldschau und Osterfeld sowie Trasse zum Osterfelder Gewerbegebiet.

Auch ein Radweg entlang der Landesstraßen zwischen Plotha und Schönburg sowie zwischen Stößen und Prittitz würden Radwege für mehr Sicherheit für Radler sorgen. Es sei ein neues Förderprogramm zur Schaffung von straßenbegleitenden Alltagsradwegen aufgelegt worden, über das sich die VG Möglichkeiten erhofft, die Straßen mit Radwegen aufzurüsten. Doch die Initiative für den Bau solcher Wege müsse vom Straßenbaulastträger ausgehen, letztlich sei der außerorts für den Unterhalt der Nebenanlagen zuständig. Laut Beckmann brachte der Minister Verständnis für die Problematik im Wethautal auf, zumal im Norden Sachsen-Anhalts viele außerörtliche Straßen schon mit Radwegen ausgestattet sind. (mz)