Zuckerbahnradweg im Wethautal Warum die Verbandsgemeinde in ein Lastenrad investiert hat
Wenn im Frühling die Fahrradsaison startet, soll auch der Zuckerbahnradweg im Wethautal regelmäßig auf Verkehrssicherheit überprüft werden. Was ein Lastenrad und ein Jobangebot damit zu tun haben.

Osterfeld/MZ. - Die Verbandsgemeinde Wethautal setzt in Sachen Ordnung und Sicherheit auf dem Zuckerbahnradweg in diesem Jahr auf einen eigenen Radwegewart. Während der Radsaison zwischen dem Frühlingsmonat März und Oktober soll der oder die Person regelmäßig die Verkehrssicherheit auf dem rund 20 Kilometer langen Abschnitt des Weges auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Zeitz und dem thüringischen Camburg kontrollieren.
Verbandsgemeinde ist Straßenbaulastträger
Zudem gehört das Leeren der Müllbehälter, Kleinstreparaturen an den Beschilderungen sowie die Grünpflege auf den Rastplätzen zum Tätigkeitsprofil des Wegewartes. „Als Straßenlastträger sind wir als Verbandsgemeinde für die Verkehrssicherheit und die Pflege des Zuckerbahnradweges verantwortlich“, erklärt VG-Bürgermeisterin Kerstin Beckmann (FDP). Früher hätten Mitarbeiter des 2. Arbeitsmarktes die Grünpflege des Radwegs übernommen, doch auch auf dem 2. Arbeitsmarkt gäbe es zu wenig Personal, so dass sich die VG wenig Chancen ausrechne, dafür Kräfte zu bekommen.
Deshalb habe man im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung und für sieben Wochenstunden eine entsprechende Stelle für die genannten Monate ausgeschrieben. Und einige Bewerbungen sind in der Verwaltung bereits auch eingegangen, wie Personalchefin Manuela Hüttig deutlich machte. „Erst war es ziemlich ruhig, aber in der vergangenen Woche kamen dann einige Zuschriften“, so Hüttig.
Bewerbung bis Freitag
Wer sich für den Mini-Job interessiert, zudem noch gerne mit dem Drahtesel unterwegs ist, der hat noch bis Freitag (20.Februar 2026) die Chance sich zu bewerben. Dabei muss der neue Radwegewart nicht einmal mit seinem eigenen Fahrrad über den Radweg fahren. Denn eigens dafür hat die Verbandsgemeinde ein Lastenfahrrad angeschafft. „Für diese Anschaffung gab es ein Förderprogramm, das uns eine 90-prozentige garantierte“, erklärt Bürgermeisterin Beckmann. In der Mitgliedsgemeinde Wethau, durch die unter anderem der Saale-Unstrut-Radacht führt, habe man bereits gute Erfahrungen mit einem solchen Gefährt gesammelt. Denn dort nutzt der Gemeindearbeiter seit kurzem ein solches Lastenrad.