Ausflugstipp in Zeitz Sonderschau lockt bis Februar ins Museum Schloss Moritzburg Zeitz
Historische Wiegen und Krippen werden weiterhin ausgestellt. Welche museumspädagogischen Angebote es im Schloss Moritzburg gibt.

Zeitz/MZ/yve. - Bis zum 22. Februar lädt das Museum Schloss Moritzburg zur Sonderausstellung „In die Wiege gelegt – Krippen, Wiegen, Fatschenkinder“ ein. Gezeigt werden historische Wiegen, kunstvolle Krippen sowie seltene Fatschenkinder (Wickelkinder) aus verschiedenen Jahrhunderten. Die Gäste erwartet Winterzauber und ein winterliches Familienprogramm mit Musik, Geschichten und kreativen Mitmachaktionen, so heißt es in einer Presseinformation der Stadt Zeitz. Dazu gehört ein Klangbild einer barocken Weihnacht. Im Zentrum der Ausstellung steht das „Sionitin Wiegenlied“, welches nicht nur erklingt, sondern auch ermuntert, zu riechen und zu fühlen. Das Wiegenlied stammt von Johann Theile (1646–1724) und entfaltet eine musikalisch-poetische Meditation über die Geburt Christi und dient kulturgeschichtliche Annäherung an das Weihnachtsfest im 17. Jahrhundert, so heißt es weiter.
Auch über die Feiertage hinaus kann man die Sonderausstellung besuchen und museumspädagogische Angebote für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren entdecken. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Weihnachtsgeschichte zu hören, anzuschauen und zu entdecken. Ganz verschiedene Exponate wie eine Trogwiege, kleine Wickelkinder aus Wachs und Gips sowie Weihnachtskrippen aus der ganzen Welt helfen dabei, die Geburt Jesu anders zu erleben. Nach einer altersgerechten Führung können Kinder in der Werkstatt im Kunst- und Museumspädagogischen Zentrum ein Wickelkindchen und eine kleine Wiege basteln. Denn Weihnachtskrippen zählen zu den bekanntesten Ausdrucksformen christlicher Volksfrömmigkeit und sind zugleich Spiegel kultureller Vielfalt. Ursprünglich geht die Darstellung der Geburt Jesu auf die biblischen Texte des Lukas- und des Matthäusevangeliums zurück. Im Zentrum der Erzählung stehen die Geburt im Stall von Bethlehem, die Anbetung durch die Hirten und die Gaben der Weisen aus dem Morgenland. Die Wiege zählt zu den ältesten Möbelstücken der Menschheitsgeschichte und ist weit mehr als ein bloßes Schlafmöbel für Säuglinge. Sie verkörpert Schutz und Geborgenheit, die Eltern ihrem Kind in den ersten Lebensmonaten bieten möchten. Zugleich spiegelt sie kulturelle, soziale und technische Entwicklungen wider.
Das Museum ist Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr geöffnet.