Verschwunden bei eisigen Temperaturen Wer hat Hund „Moses“ in der Region rund um Coswig gesehen?
Tier wird seit einer Woche vermisst. Befürchtet wird, dass ihn Wölfe erwischt haben könnten.

Coswig/MZ. - Seit inzwischen mehr als einer Woche wird der fünfjährige Altdeutscher-Hütehund-Mix „Moses“ im Raum Coswig vermisst. Die Besitzerin zieht jedes Register, um ihren Hund wiederzufinden. Moses ist auf einem Spaziergang am Nachmittag des 28. Januars zwischen Lehnsdorf und Wiesenburg entlaufen. Cordula Schneider aus Göritz unterstützt die Besitzerin bei der Suche und sorgt sich zum einen wegen der Kälte, zum anderen wegen weiterer Gefahren wie Wölfe.
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Moses sei beim Spaziergang plötzlich im Wald verschwunden und kehrte auch nach einer Stunde nicht wieder zurück. „Bei dem tiefen Schnee war seine Spur noch eine Weile zu sehen, eine weitere, sofortige Suche an demselben Tag verlief aber leider ergebnislos“, sagt Schneider. Moses trägt einen Transponder-Chip, und trug beim Verschwinden eine auffällige orangefarbenen Weste und Geschirr, aber kein Halsband.
Die Cordula Schneider und die Besitzerin lassen seitdem nichts unversucht: Über die Hundesicherung Berlin Brandenburg wurde der Verlust des Hundes an Tasso gemeldet, die für das Waldgebiet in Lehnsdorf und Umgebung zuständigen Jäger wurden benachrichtigt, ebenso die Polizei, Tierärzte und Tierheime der Gegend.
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Die Anwohner in den umliegenden Dörfern Raben, Jeserig, Mützdorf, Grubo, Göritz, Klepzig und Wiesenburg seien über Flyer oder direkten Kontakt informiert worden. Da das Gebiet um Raben als Wandergebiet bekannt ist, wurden auch Flyer an den Startplätzen der Wanderwege ausgehängt. Auch eine Suchaktion mit einem ausgebildetem Suchhund, einem sogenannten „Pet Trailer“, den die Frauen extra aus Potsdam kommen ließen, verlief ergebnislos.
Täglich würden die Dörfer rundherum abgefahren. „Jetzt kann uns nur eine Sichtung helfen“, sagt Cordula Schneider. Die Frauen haben sich mit der Tierhilfe „Hof Samtschnute“ in Wiesenburg beraten. Dort habe man Erfahrung mit der Sicherung von Tieren, die längere Zeit entlaufen waren.
Meldung per Telefon an Tasso 06190/93 73 00 oder Tierhilfe Samtschnute 0151/24 88 54 24
Sollte jemand den Hund sehen, sei es wichtig, dass man nicht versuche, ihn zu jagen, sagt Schneider. „Stattdessen bitte schnellstmöglich melden. Die Tiere sind nach einer Woche im Überlebensmodus und können dann weite Entfernungen zurücklegen.“ Jäger, bei denen die Frauen nachfragten, hätten auch das Risiko, dass Moses durch Wölfe angegriffen wurde, nicht ausgeschlossen. Im Gebiet Lehnsdorf gebe es ein Rudel.