Partnerschaft für Demokratie

Haltung zeigen im Landkreis Wittenberg

Die Initiative„Partnerschaft für Demokratie“ im Landkreis wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Projekte können eingereicht und finanziell gefördert werden.

Wittenberg - Die „Partnerschaft für Demokratie“ ist auch in diesem Jahr im Landkreis Wittenberg aktiv. Initiativen sind aufgefordert, Projektideen einzureichen, die mit nicht unerheblichen Summen gefördert werden können. So genannte Mikroprojekte, die sich für Vielfalt einsetzen und gegen Extremismus wenden und die bis zum Jahresende abgeschlossen sind, können mit bis zu 1.000 Euro rechnen.

Bis 10.000 Euro Förderung

Hinzu kommen umfangreichere Projektanträge zum Zusammenhalt in der Gesellschaft und zu „erinnerungskulturellen“ Fragen, bei denen bis zu 10.000 Euro ausgereicht werden können. Das ist nach Angaben von Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) beim Treffen des Begleitausschusses Ende März vereinbart worden.

Dem Ausschuss, der die Projekte letztendlich bewerten wird, gehören unterschiedliche Akteure an - vom Augustinuswerk über das Bündnis Wittenberg weltoffen bis zum Evangelischen Kirchenkreis, dem Kreiselternrat und der Johanniter Unfallhilfe. Die Koordinierungs- und Fachstelle ist seit vergangenem Jahr bei der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin angesiedelt.

Deren Leiterin Melanie Engler erklärt, dass bis zu 30.000 Euro zur Verfügung stehen, die es zu vergeben gilt. Die Maximalfördersumme ist nach ihren Worten angehoben worden - im vergangenen Jahr lag sie noch bei 7.500 Euro. Es soll mehr möglich gemacht werden können. 2020 sind verschiedene Mikroprojekte auf den Weg gebracht worden. Als Beispiele nennt Engler einen Bildungstag des Sportvereins Allemannia Jessen oder eine Streitschlichter-Fortbildung im Cranach-Gymnasium Wittenberg. Auch etwa das Haus der Geschichte war bedacht worden.

Anträge können das gesamte Jahr über gestellt werden. Sie wünscht sich Projekte, bei denen „Haltung gezeigt wird“, die sich gegen Extremismus richten. Um die Geschichte vor der Haustür könnte es gehen, etwa im Zusammenhang mit der Aktion Stolper-steine oder um Themen wie Verschwörungstheorien und Fake-News. Dabei sollten „klare demokratische Zeichen“ gesetzt werden. Genannt werden auch der Fußballverein, der sich um Vielfalt bemüht, der Jugendclub, der sich mit der Historie des Ortes beschäftigt, vielleicht in Form eines Theaterstücks, oder die Nachbarschaftsinitiative, die einen Aktionstag durchführt gemeinsam mit Menschen mit Behinderung.

Beratung bei Anträgen

Die Koordinierungs- und Fachstelle berät bei den Anträgen. Möglich ist auch der kostenfreie Verleih von Büchern oder Veranstaltungstechnik. Am 14. April ab 17 Uhr soll ein Netzwerktreffen als Online-Veranstaltung stattfinden. Vorgestellt werden die Fachstelle ebenso wie die Ausschreibung unter dem Motto „Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen“. Bei der Gelegenheit können auch Ideen präsentiert werden.

Anmeldung unter der Mail-Adresse demokratie-lkwittenberg@erinnern.org. Mehr Infos auch unter Tel.035386/909975 oder im Netz unter www.demokratie-lkwittenberg.de. (mz/Marcel Duclaud)