Geschichte Weißenfels sucht neue Ideen für Erinnerungskultur
In der Stadt hat jetzt eine Arbeitsgruppe zur Gedenkkultur ihre Arbeit aufgenommen. Welche neuen Ansätze dabei verfolgt werden.

Weißenfels/MZ. - In der Stadt Weißenfels hat eine Arbeitsgruppe Gedenk- und Erinnerungskultur ihre Arbeit aufgenommen. Die Gruppe, über deren Bildung zuvor im Kulturausschuss informiert worden war, hat sich in diesem Monat erstmals getroffen. Das neue Gremium soll sich vor allem damit beschäftigen, wie die jährlich stattfindenden Gedenken der Stadt künftig inhaltlich ausgestaltet werden sollen. „Ein entscheidender Punkt ist dabei, wie junge Menschen für diese Erinnerungskultur gewonnen werden können“, sagt Stadtsprecherin Katharina Vokoun. Anliegen sei zudem, einen Überblick darüber zu gewinnen, welche weiteren regelmäßigen Gedenkanlässe von Vereinen oder anderen Gruppen wahrgenommen werden.
Konkret ging es beim ersten Treffen der Arbeitsgruppe auch um die Vorbereitung des 80. Jahrestages der Befreiung der Stadt Weißenfels, der im April nächsten Jahres begangen wird. So sind im Umfeld des Jahrestages Ausstellungen und Aktionen geplant, in deren Vorbereitung Schüler einbezogen werden sollen. Geplant ist laut Stadt unter anderem ein Rechercheprojekt zu den 15 bei der Befreiung von Weißenfels gefallenen US-Soldaten.
Der Arbeitsgruppe zur Gedenk- und Erinnerungskultur gehören neben Vertretern des Stadtrates, der Stadtverwaltung, des Museums und des Stadtarchivs unter anderem auch ein Vertreter des Simon-Rau-Zentrums und des Weißenfelser Vereins Erinnern und Gedenken an. Ende dieses Jahres soll dem Stadtrat ein Leitbild der Erinnerungs- und Gedenkkultur in der Stadt zum Beschluss vorgelegt werden.