Selauer Straße

Selauer Straße: Anwohner in Borau machen weiter Druck

Borau - Die Anwohner der Selauer Straße im Weißenfelser Ortsteil Borau machen weiter Druck, um eine wirkungsvolle Verkehrsberuhigung in ihrer Straße zu erreichen. Auf der Sitzung des Ortschaftsrates am Mittwochabend sprachen sie sich dafür aus, dass das Parken in der besonders von Lkw viel befahrenen Straße weiterhin erlaubt ...

Von Andreas Richter 28.10.2016, 08:00

Die Anwohner der Selauer Straße im Weißenfelser Ortsteil Borau machen weiter Druck, um eine wirkungsvolle Verkehrsberuhigung in ihrer Straße zu erreichen. Auf der Sitzung des Ortschaftsrates am Mittwochabend sprachen sie sich dafür aus, dass das Parken in der besonders von Lkw viel befahrenen Straße weiterhin erlaubt bleibt.

Kleinkrieg in Borau

Maik Trauer, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste bei der Stadt, hatte in einer lebhaften Debatte bezweifelt, dass die auf Wunsch der Anwohner erfolgte Aufhebung des Parkverbotes auf der Seite stadteinwärts eine wirkliche Entlastung für die Bürger bringt. Mittlerweile ist in dem Ort ein regelrechter Kleinkrieg entbrannt. Anwohner werden wegen parkender Autos schikaniert. „Wenn wir das Parkverbot wieder einführen, dann haben die Leute, die uns schikanieren, doch erreicht, was sie wollen“, sagte der Borauer Jörg Jablonowski. Trauer verwies unter anderem darauf, dass er auf der ausgebauten Landesstraße keinen Spielraum für eine Tonnagebegrenzung für Lkw sowie Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, wie etwa die Errichtung von Verkehrsinseln oder ähnlichem, sehe.

Trauer versicherte jedoch, dass sich die Stadt darum bemühen werde, den stationären Blitzer auf der Selauer Straße wirkungsvoller einzusetzen. Dafür soll die Technik so verändert werden, dass Überschreitungen des Tempolimits von 50 Kilometern pro Stunde auf der vollen Fahrbahnbreite gemessen werden können. Bislang wechseln zahlreiche Kraftfahrer die Straßenseite, um sich erfolgreich einer Geschwindigkeitsmessung zu entziehen. Mehrere Anwohner drängten auf eine schnelle Umsetzung und erinnerten daran, dass eine solche Umstellung schon seit Monaten im Gespräch sei. Worauf Trauer entgegnete, dass die Technik nicht der Stadt gehöre, somit Absprachen mit der zuständigen Firma notwendig seien. Zudem mache die Umstellung nur Sinn, wenn der Blitzer eine Straße mit freier Durchfahrt überwachen soll.

Tempo-30-Limit in der Selauer Straße gefordert

Die Anwohner der Selauer Straße fordern seit langem ein Tempo-30-Limit und eine Tonnagebegrenzung für Lkw. Damit sollen die Transporter gezwungen werden, die vorhandene Weißenfelser Umgehungsstraße zu nutzen. (mz)