Prozess in Halle

Illegale Leiharbeit im Schlachthof: Bande soll Ukrainer nach Weißenfels geschleust haben

Eine Gruppe soll dutzende Arbeiter für die Fleischindustrie mit falschen Pässen nach Sachsen-Anhalt geschmuggelt haben. Ermittlungen geben nun Einblick in die dubiosen Methoden der illegalen Leiharbeit.

Von Max Hunger 14.11.2022, 17:05
Bei einer bundesweiten Razzia durchsuchten Polizisten im Jahr 2020 Wohn- und Geschäftsräume einer Schleuserbande. Nun hat in Halle der Prozess gegen ein mutmaßliches Mitgleid begonnen.
Bei einer bundesweiten Razzia durchsuchten Polizisten im Jahr 2020 Wohn- und Geschäftsräume einer Schleuserbande. Nun hat in Halle der Prozess gegen ein mutmaßliches Mitgleid begonnen. Foto: DPA

Weißenfels/MZ - Es ist eine gut geschmierte Schleuser-Maschinerie, die die Ermittler beschreiben. Es soll Geschäftsführer gegeben haben, Bereichsleiter, eine Schatzmeisterin, Außendienstler. Dutzende Menschen aus der Ukraine, Georgien, Russland und Moldawien sollen mithilfe eines ausgeklügelten Netzwerkes nach Deutschland gebracht worden sein. Meist, um hier unter dem Radar der Behörden für Billiglöhne in Schlachthöfen zu schuften. Die Organisation war offenbar professionell: Gefälschte Pässe, möblierte Wohnungen, durchgeplante Reiserouten – die mutmaßliche Schleuserbande aus Weißenfels (Burgenlandkreis) machte über Jahre gute Geschäfte. Bis sie ins Visier der Polizei geriet. Nun muss sich eine mutmaßliche Drahtzieherin vor Gericht verantworten.

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