Zwangsräumung vor der Eskalation

Sangerhausen: Zwangsräumung droht zu eskalieren - Polizist überredet rabiaten Mieter zur Aufgabe

Sangerhausen - Dem besonnen Handeln der Polizeibeamten ist es offenbar zu verdanken, dass am Dienstagmorgen die Zwangsräumung einer Sangerhäuser Wohnung nicht eskaliert ist. Ein 51-jähriger Mieter hatte sich in der oberen Etage eines Mehrfamilienhauses in der Kyselhäuser Straße der Kreisstadt verbarrikadiert und gedroht, jeden Eindringling abzustechen, schildert Heiko Prull, Sprecher des Polizeireviers Mansfeld-Südharz, die brisante ...

Von Karl-Heinz Klarner

Dem besonnen Handeln der Polizeibeamten ist es offenbar zu verdanken, dass am Dienstagmorgen die Zwangsräumung einer Sangerhäuser Wohnung nicht eskaliert ist. Ein 51-jähriger Mieter hatte sich in der oberen Etage eines Mehrfamilienhauses in der Kyselhäuser Straße der Kreisstadt verbarrikadiert und gedroht, jeden Eindringling abzustechen, schildert Heiko Prull, Sprecher des Polizeireviers Mansfeld-Südharz, die brisante Situation.

Da sich die Wohnungstür nicht öffnen ließ und die Drohungen immer lauter wurden, zogen sich die Beamten zusammen mit der Gerichtsvollzieherin und einem Vertreter des Wohnungsunternehmens zunächst zurück. „Angesichts der Situation haben wir kurz in Erwägung gezogen, das SEK zu rufen“, sagte Prull der MZ.

Polizeibeamter konnte den Mieter beruhigen und zur Aufgabe der Blockade überreden

Doch das Spezialeinsatzkommando brauchte nicht mehr auszurücken. „Zwischenzeitlich hatte ein Polizeibeamter den Mieter beruhigen und zur Aufgabe der Blockade überreden können“, sagte Prull. Somit war der Weg für die Zwangsräumung frei. Ein Umzugsunternehmen packte kurz darauf die Habseligkeiten des Mannes ein und brachte diese auf Wunsch zu dessen Verwandten.

Den Mietern des Mehrfamilienhauses gegenüber der Agentur für Arbeit sei die alte Wohnung gekündigt und neuer Wohnraum angeboten worden. Das Haus soll abgerissen werden. (mz)