Erinnerung Holocaust-Gedenken in Sangerhausen
81 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau erinnerten Sangerhäuser an die Opfer des Holocaust.

Sangerhausen/MZ. - Genau 81 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 gedachten Sangerhäuser Bürgerinnen und Bürger an der jüdischen Gedenktafel am Alten Rathaus dem Holocaust-Gedenktag.
Helmut Loth, Vorsitzender des Sangerhäuser Geschichtsvereins, freute sich, dass so viele junge Menschen an dem Gedenken teilnahmen. Besonders dankte er der Müntzerschule, die sich intensiv dem Thema Holocaust und Judenverfolgung widmet.
So wie Joshua Höhne und Lenie Rückriem aus der 10. Klasse. Die beiden Sechzehnjährigen lasen die Namen der deportierten und ermordeten Juden vor, die einst in Sangerhausen lebten. Insgesamt gedachten sie so an 26 in Sobibor, Auschwitz, Theresienstadt und anderen Konzentrationslagern ermordeten Menschen.
Oberbürgermeister Torsten Schweiger wies in seiner Rede darauf hin, dass auch die Berg- und Rosenstadt sich nicht der Verantwortung entziehen kann, was vor mehr als 90 Jahren, als die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, begann. Schweiger mahnte, dass in Zeiten zunehmender Hass und Hetze die Menschen Haltung zeigen sollen, um für Demokratie, Solidarität und Respekt einzustehen. Als Zeichen der Erinnerung ließ der Oberbürgermeister die Bürgerglocke am Rathaus läuten.