Saalegärten nehmen erste Hürde

Saalegärten nehmen erste Hürde: Pläne für das Großprojekt kommen in Gang

Halle (Saale) - Das Großprojekt „Saalegärten“ hat am Mittwoch im Stadtrat eine wichtige Hürde genommen. Mit deutlicher Mehrheit haben die Räte beschlossen, ein Bebauungsplanverfahren in Gang zu setzen. Damit wird ein langer Prozess der Stadtentwicklung gestartet, der sowohl den Stadträten, als auch Anwohnern, Vereinen und Institutionen die Möglichkeit gibt, Einfluss auf die künftige Bebauung zu ...

Von Jonas Nayda 18.02.2021, 16:30

Das Großprojekt „Saalegärten“ hat am Mittwoch im Stadtrat eine wichtige Hürde genommen. Mit deutlicher Mehrheit haben die Räte beschlossen, ein Bebauungsplanverfahren in Gang zu setzen. Damit wird ein langer Prozess der Stadtentwicklung gestartet, der sowohl den Stadträten, als auch Anwohnern, Vereinen und Institutionen die Möglichkeit gibt, Einfluss auf die künftige Bebauung zu nehmen.

Der Stadtrat stimmte allerdings auch für einen Änderungsantrag der Grünen, mit dem die genaue Geschosszahl aus den bisherigen Planentwürfen entfernt wird. Die Fraktion erhofft sich davon, dass der Investor möglicherweise von der Idee abrückt, ein elfgeschossiges Hochhaus auf dem Gelände zu bauen. Gegen die Idee des Hochhauses hatte sich vor einigen Wochen eine Bürgerinitiative gegründet.

Knapp 2.000 Unterschriften sind bisher gesammelt worden. Der Investor hatte betont, alle Stockwerke zu benötigen, weil er sonst nicht auf die notwendigen Mieteinnahmen käme, die er brauche, um die Baukosten zu bezahlen. Das Projekt ist mit insgesamt 150 Millionen Euro Kosten veranschlagt.

Quartier „Saalegärten“ soll auf dem Grundstück des alten „Sportparadieses“ entstehen

Der Rat stimmte am Mittwoch auch einem Antrag der Fraktion MitBürger und Die Partei zu, die einen Fußweg zwischen Hafenbahntrasse und der Straße Weingärten verlangten. Auch diese Idee war zuvor vom Investor abgelehnt worden, weil er den entsprechenden Platz lieber für privaten Bereich der neuen Anwohner nutzen würde.

Das neue Quartier „Saalegärten“ soll in den kommenden Jahren auf dem Grundstück des alten „Sportparadieses“ entstehen. Die Sporthallen sind nie fertig gestellt worden, weil es Unstimmigkeiten bei der Finanzierung gab. Seit Jahren glich das Gebäudeensemble einer Bauruine. Sie soll nun abgerissen werden. (mz)