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  7. Neues Freibad in Quedlinburg: Start im Frühsommer 2024 geplant

Freizeit im HarzNeues Freibad in Quedlinburg: Badespaß soll pünktlich starten

Die Arbeiten für den Bau des Freizeit-, Sport- und Erholungsareals in Quedlinburg gehen voran. Was wie weit ist und warum derzeit der Fokus auf dem Badbereich liegt.

Von Petra Korn Aktualisiert: 26.11.2023, 13:23
Für das Umkleide- sowie das Servicegebäude Sport mit Kiosk haben jetzt die Rohbauarbeiten begonnen.
Für das Umkleide- sowie das Servicegebäude Sport mit Kiosk haben jetzt die Rohbauarbeiten begonnen. Fotoquelle: Bäder Quedlinburg GmbH

Quedlinburg/MZ - Im großen Sportbecken mit den sechs Schwimmbahnen und einer siebenten im Bereich der Sprunggrube sind die Beckenwände schon montiert, der Einbau des Bodensegments ist vorbereitet. Die Montagearbeiten im Warm-up-Becken sollen demnächst folgen. Es geht sichtbar voran auf der Baustelle des künftigen Freizeit-, Sport- und Erholungsareals (FSE) an der Lindenstraße in Quedlinburg.

Mit dem Slogan „Erlebe Neues in Quedlinburg“ und dem Hinweis auf den Frühsommer 2024 wird die Bäder GmbH mit dem FSE im neuen Urlaubskatalog der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH vertreten sein, kündigte Eiko Fliege, Geschäftsführer der Bäder Quedlinburg GmbH, an. „Wir arbeiten nach wie vor auf den 1. Juni hin. Das ist das Ziel“, bekräftigt der Geschäftsführer den geplanten Eröffnungstermin.

Von den fünf vorgesehenen Gebäuden auf dem Gelände sind beim Schwimmmeistergebäude und beim Technikgebäude mit der aufgesetzten Tribüne die Rohbauarbeiten abgeschlossen. Hier läuft derzeit der Innenausbau etwa mit dem Trockenbau.

So wird es beispielsweise im Schwimmmeistergebäude auch Warm-up-Räume geben, erklärt Eiko Fliege. „Wir wollen ja auch die Vor- und Nachsaison nutzen“; dafür müssten solche Räume vorgehalten werden, wobei auch an beheizbare Warm-up-Bänke gedacht werde, die bei Bedarf zugeschaltet werden könnten.

Das Servicegebäude Camping, für das ehemalige Garagen genutzt wurden und das ein neues Holzdach erhalten hat, „wird das nächste Gebäude sein, das wir verschießen mit Fenstern und Türen. Dann geht es auch hier mit dem Innenausbau weiter.“

Für die beiden anderen Gebäude laufen jetzt die Rohbauarbeiten: Das betrifft das Servicegebäude Sport mit einem Kiosk, der sowohl zum Bad als auch zum ganzjährig zu betreibenden Bereich mit Beachvolleyball und Minigolfanlage hin offen sein wird, sowie das Umkleidegebäude. Bei den Gebäuden habe es mit dem Baugrund Probleme gegeben; der Boden in diesem Bereich sei verfüllt gewesen. Deshalb seien Stärke und Aufbau der Bodenplatten noch einmal angepasst worden.

„Wir lenken momentan den Fokus beim Baufortschritt auf den Badbereich“, berichtet Eiko Fliege und erklärt: Der Bau der Badeplatte und der angrenzenden Schwimmmeister- und Technikgebäude würden über die Sportstättenförderung des Landes unterstützt. „Da müssen wir in diesem Jahr die Fördermittel auch in Anspruch nehmen, damit wir nicht Gefahr laufen, dass etwas verfällt.“ Die anderen Teile des Projekts würden über das Programm Stadtumbau Ost gefördert.

Blick auf das Sportbecken mit 25-Meter-Bahnen und Sprunggrube, links das Technikgebäude mit Tribüne.
Blick auf das Sportbecken mit 25-Meter-Bahnen und Sprunggrube, links das Technikgebäude mit Tribüne.
Fotoquelle: Bäder Quedlinburg GmbH

Wie Eiko Fliege weiter berichtet, geht es dabei auf dem Areal inzwischen nicht mehr nur um Tief- und Hochbau, „jetzt geht es an die Details.“ Dazu gehört etwa die Entscheidung, welche Lampen es beispielsweise an der Promenade geben soll, die im Bereich der Badeplatte fast auf Höhe des Beckenrandes angehoben werde.

„Wir wollen, dass man von dort aus auch aufs Becken schauen kann.“ Oder es geht um die Auswahl der Spielplatzgeräte. „Da freuen wir uns, dass Stadtwerke-Kollegen, junge Eltern mit drauf gucken und uns ein Feedback geben zu dem, was die Ingenieure planen.“

Parallel dazu laufen die Beratungen zur künftigen Preisgestaltung – „wir wollen ein stabiles Besuchsgeschäft haben, das soll sich jeder leisten können.“

Und, so Eiko Fliege weiter, es seien die Anträge gestellt worden, um für das neue Energiekonzept eine steuerliche Anerkennung – zwischen Stadtwerken und Bäder GmbH gibt es einen steuerlichen Querverbund – zu bekommen: Statt des ursprünglich angedachten Blockheizkraftwerkes, das mit Gas betrieben werden sollte, installieren die Stadtwerke auf dem FSE-Gelände nun Solarthermie, Photovoltaik und Luftwärmepumpen, die sie auch betreiben werden.