Neues Parkhaus in Schierke

Neues Parkhaus in Schierke: Alle öffentlichen Parkplätze verschwinden

Schierke - Nach zwei Jahren Bauzeit wurden am Freitag im Rahmen eines Tages der offenen Tür das neue Parkhaus und die Straße „Am Winterbergtor“ in Schierke eingeweiht und ihren Bestimmungen übergeben. Mit 715 Stellplätzen sollen die Parkplatzprobleme der letzten 24 Jahre in dem bekannten Wintersportort ab sofort der Vergangenheit ...

Von Frank drechsler 24.10.2014, 08:58

Nach zwei Jahren Bauzeit wurden am Freitag im Rahmen eines Tages der offenen Tür das neue Parkhaus und die Straße „Am Winterbergtor“ in Schierke eingeweiht und ihren Bestimmungen übergeben. Mit 715 Stellplätzen sollen die Parkplatzprobleme der letzten 24 Jahre in dem bekannten Wintersportort ab sofort der Vergangenheit angehören.

Dass im Zuge der Eröffnung des neuen Parkhauses alle anderen bestehenden öffentlichen Parkplätze im Ort geschlossen würden, bestätigte Wernigerodes Pressesprecher Andreas Meling gegenüber Mitteldeutschen Zeitung. „Wir bauen etwa 300 öffentliche Parkplätze in der Ortslage Schierke zurück. Darüber hinaus wird der Parkplatz in der Nähe des Rodelhanges kurz vor der Apotheke künftig ausschließlich Bussen zur Verfügung stehen.“ Privatparkplätze blieben von der Maßnahme unberührt.

Zahlreiche Schierker und Besucher schauten sich um und informierten sich über die weiteren hier geplanten Projekte der Stadt Wernigerode. Aussteigen und loswandern – das ist seit Freitag in Schierke vom neuen Parkhaus aus möglich. Der Neubau mit integrierter Fußgängerbrücke im Wernigeröder Ortsteil soll künftig die Tagesbesucher der Brockenregion aufnehmen sowie eine kurze Verbindung zwischen der Ortsmitte und dem Ski- und Wandergebiet rund um den Winterberg herstellen. Der Ortskern wird so von parkenden Autos entlastet und lässt das Bummeln wieder zu einem wirklichen Genuss werden.

Stadt investierte 13 Millionen Euro

Die Stadt Wernigerode investierte dafür knapp 13 Millionen Euro, das Land fördert den Bau mit fast 9 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert nahm gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hartmut Möllring und Staatssekretär Michael Richter von den bauausführenden Hauptauftragnehmern die erste Parkkarte entgegen. Gaffert dazu: „Es war richtig, dass wir die Entscheidung zur Ortsentwicklung getroffen haben. Mit den anderen laufenden Projekten wie dem bereits fertigen Konzertpavillon und Brücken sowie der geplanten Schierke-Arena am Eisstadion haben wir die Chance, nachhaltig die touristische Wertschöpfung und die Servicequalität vor Ort zu erhöhen. Davon wird die gesamte Tourismusdestination Harz profitieren.“ (mz)