Kriegerdenkmal in Ballenstedt

Kriegerdenkmal in Ballenstedt: Wieder Denkmal-würdig

ballenstedt/MZ - 2014 jährt sich zum 100. Mal der Beginn des Ersten Weltkrieges. Für die Stadt Ballenstedt ist das Anlass, das Denkmal für die in diesem Krieg gefallenen aus Ballenstedt wieder Denkmal-würdig zu gestalten. Zwar wurde das Areal vor mehreren Jahren schon mal über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in Ordnung gebracht, und die CDU hatte vor zwei Jahren eine Komplettreinigung des Geländes vorgenommen, sagt Bürgermeister Michael Knoppik. Dennoch: Das Denkmal friste jetzt ein kümmerliches Dasein. „Mitten im Wald ist es Witterungseinflüssen und der Natur ...

Von petra korn 09.12.2013, 17:53

2014 jährt sich zum 100. Mal der Beginn des Ersten Weltkrieges. Für die Stadt Ballenstedt ist das Anlass, das Denkmal für die in diesem Krieg gefallenen aus Ballenstedt wieder Denkmal-würdig zu gestalten. Zwar wurde das Areal vor mehreren Jahren schon mal über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in Ordnung gebracht, und die CDU hatte vor zwei Jahren eine Komplettreinigung des Geländes vorgenommen, sagt Bürgermeister Michael Knoppik. Dennoch: Das Denkmal friste jetzt ein kümmerliches Dasein. „Mitten im Wald ist es Witterungseinflüssen und der Natur preisgegeben.“

Und die haben ihre Spuren in und an dem viereckigen Areal hinterlassen, das in der stilisierten Form eines Camposantos - eines Friedhofs - errichtet wurde. Begrenzt wird es von einer Bruchsteinmauer, in die steinerne Bänke eingelassen sind. Doch im Mauerwerk klaffen Spalten, teils sind Fugen herausgebrochen. Die Krone der Mauer ist an mehreren Stellen stark beschädigt. Der Boden im Inneren des Areals ist mit Moos, Gras und Strauchwerk überzogen, und durch Wildwuchs ist der einstige Blick auf das gegenüberliegende Schloss versperrt. An der in der Mitte stehenden Stele sind die Inschriften verwittert, ebenso an den Steintafeln, die sich an drei Seiten des Mauerwerks befinden: Auf je zwei Tafeln je Kriegsjahr sind hier die Namen der Opfer aufgelistet.

Um dem Denkmal wieder einen würdigen Rahmen zu geben, ist einiges zu tun, sagt der Bürgermeister. „Das ist auch eine Verpflichtung, die wir für unsere Vorfahren sehen.“ So soll beispielsweise versucht werden, die Steinplatten mit den Namen und Jahreszahlen zu überarbeiten. Die Bodenbefestigung ist zu erneuern, und es sind auch Gehölze wegzunehmen. Daher werden Vorbereitung und Durchführung der Instandsetzungsarbeiten noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagt der Bürgermeister.

Vorgesehen ist zudem, im kommenden Jahr eine Erinnerungsveranstaltung zu gestalten. Die Verwaltung hat die Stadtratsfraktionen gebeten, sich hier mit Ideen einzubringen. Wie Michael Knoppik sagte, hat das Wolterstorff-Gymnasium bereits seine Bereitschaft erklärt, die Veranstaltung mit auszugestalten.