Trias-Ausstellung

Trias-Ausstellung: Attraktion oder Klotz am Bein?

Fossilienfreunde und geologisch Interessierte, die sich zur Trias-Ausstellung nach Nebra aufmachen, klopfen dort derzeit vergebens an. Auch unter der im Internet angegebenen Telefonnummer meldet sich nur die Mailbox, und ob die abgehört wird, scheint fraglich. Seit Mitte Dezember ist die Ausstellung, die im stadteigenen Gebäude Promenade 13a untergebracht ist, geschlossen, weil die von der Arbeitsagentur finanzierte Personalstelle ausgelaufen ist. Ungewiss ist, ob die geologische Ausstellung, gern auch als Tor zum Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland bezeichnet, in der kommenden Besuchersaison wieder ...

Von Gerd Stöckel 15.01.2015, 08:05

Zugegeben: Mit beeindruckenden Besucherzahlen wird die geowissenschaftliche Ausstellung in Nebra wohl auch künftig nicht aufwarten können. Doch daran allein ist ihre Bedeutung nicht zu messen. Der Naturpark etwa wirbt nicht nur mit dem Reiz der Landschaft um Besucher. Er bemüht sich seit geraumer Zeit, auch das Potenzial ihrer einmaligen geologischen Aufschlüsse ausschöpfen. Für geologische Interessierte ist da eine Präsentation zur Trias das Sahnehäubchen. Auch der Welterbe-Region erschließt sie eine besondere Facette, erwächst doch ein großer Reiz der steinernen Bildwerke des Naumburger Domes daraus, dass sich in ihnen die Kunst des Meisters mit einem besonderen Material, dem Schaumkalk verbunden hat. Der Bogen, der sich vom Dom, den Gemäuern der Burgen und alten Dorfkirchen zum geologischen Ursprung der Kulturlandschaft schlagen lässt, findet sich schließlich auch in der Begründung des Welterbeantrages. Da sollte eine Lösung für den Fortbestand der Ausstellung gefunden werden.