„Einer der schwersten Fälle von Tierquälerei“ Selbst Polizistin weint vor Gericht: Amtsgericht Halle fällt Urteil zu den 128 verwahrlosten Hunden von Bad Lauchstädt
Ende 2024 retteten die Behörden im Saalekreis fast 130 teils verwahrloste Hunde von Grundstücken in Bad Lauchstädt und Bennstedt. Nun standen deren Besitzer vor dem Amtsgericht Halle. Dort zeigten sich die katastrophalen Lebensbedingungen der Vierbeiner. Es sei einer der schwersten Fälle von Tierquälerei in Sachsen-Anhalt, erklärte die Staatsanwältin.

Halle/Bad Lauchstädt/Bennstedt/MZ - Die Polizistin kämpfte erfolglos gegen die Tränen. „Ich fand das schlimm, einfach schlimm“, erinnerte sie am Dienstag vor dem Amtsgericht Halle an die Zustände in einer vermeintlichen Hundepension am Umspannwerk Bad Lauchstädt. Von dort und aus einem Wohnhaus in Bennstedt hatte das Veterinäramt des Saalekreises Ende 2024 fast 130 teils abgemagerte und kranke Hunde gerettet. Deren Besitzer, eine 50-Jährige und ihr 72-jähriger Lebensgefährte, mussten sich nun wegen Tierquälerei verantworten.
