Hochschule Merseburg

Hochschule Merseburg: Ministerium fördert Professur

Merseburg - Mit 650.000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung für weitere drei Jahre eine Forschungsprofessur an der Hochschule Merseburg zur Prävention sexualisierter Gewalt.

Mit 650.000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung für weitere drei Jahre eine Forschungsprofessur an der Hochschule Merseburg zur Prävention sexualisierter Gewalt.

Das geht aus einer Mitteilung des Ministeriums hervor. Mit dem Geld können Personal- und Sachmittel finanziert werden. Die Professur ist seit 2014 mit Prof. Heinz-Jürgen Voß besetzt. Außer ihm arbeiten derzeit drei weitere Mitarbeiter im Projekt. Sie analysieren den Bedarf an Fachkräften und Jugendlichen und entwickeln daraus Handreichungen für die Praxis und Ableitungen für die Forschung.

Katalog „Sexualwissenschaftliche Fort- und Weiterbildungsangebote“ auf den Weg gebracht

Das Vorgängerprojekt startete im Jahr 2014. Damals hatte die Hochschule Merseburg knapp eine halbe Million Euro für Forschungen im Themenfeld der Förderung sexueller und geschlechtlicher Selbstbestimmung und der Prävention sexualisierter Gewalt erhalten. Durch das Projekt wurden zwei wissenschaftliche Publikationsreihen gegründet, in denen mittlerweile 13 Bücher zur Sexualität erschienen sind. Es wurden zusätzlich Drittmittelprojekte eingeworben, wie das EU-Projekt zu „Sexualität und Behinderung“.

Mit weiteren EU-Mitteln konnten Wanderausstellungen zur Prävention sexualisierter Gewalt angeschafft werden, die ab Mitte 2017 durch Schulen und weitere Einrichtungen Sachsen-Anhalts touren und die Präventionsarbeit vor Ort weiter verbessern. Außerdem wurde an der Vernetzung der Akteure vor Ort gearbeitet und ein Katalog „Sexualwissenschaftliche Fort- und Weiterbildungsangebote“ auf den Weg gebracht, wird mitgeteilt.  (mz)