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Schockfall in der Jugendhilfe Heim verweigert 14-Jährigem die Aufnahme – Klinik in Merseburg wird zur Endstation

Ein 14-Jähriger aus dem Burgenlandkreis wird notfallmäßig in die Kinder- und Jugendpsychiatrie Merseburg gebracht. Danach will ihn niemand mehr aufnehmen. Der Fall steht für ein dramatisches Systemversagen.

Von Robert Briest Aktualisiert: 27.01.2026, 13:23
Wenn Heime Kinder nach einem Klinikaufenthalt nicht mehr aufnehmen, landen sie wie „gestrandet“ in der Jugendpsychiatrie – 15 solcher Einzelschicksale zählt Chefarzt Gunter Vulturius in Merseburg pro Jahr.
Wenn Heime Kinder nach einem Klinikaufenthalt nicht mehr aufnehmen, landen sie wie „gestrandet“ in der Jugendpsychiatrie – 15 solcher Einzelschicksale zählt Chefarzt Gunter Vulturius in Merseburg pro Jahr. ()Symbolfoto: IMAGO/Daniel Wagner)

Merseburg/MZ. - Ein 14-Jähriger lebt in einer Jugendhilfeeinrichtung im Burgenlandkreis. Er hat eine ausgeprägte Sozialverhaltensstörung, verweigert oft die Schule, nimmt Drogen, neigt zu Gewaltausbrüchen. In der Einrichtung gibt es oft Ärger mit ihm, weil er sich nicht an die Regeln hält. Im Spätdienst kommt es kurz vor Feierabend zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Die Mitarbeiter wissen, die Nachtschicht ist nur mit einer jungen Kollegin besetzt, also rufen sie Polizei und Rettungsdienst.