Geiseltalsee

Geiseltalsee: Kampf gegen die Verbannung

BRAUNSBEDRA - Gemeinsam ist man stärker. Getreu diesem Motto haben Kite-Fans der Region jetzt eine Interessengemeinschaft (IG) Kitesport am Geiseltalsee gegründet. Ihr Ziel ist die Aufhebung des Kiteverbots auf dem Gewässer. Hintergrund: In der Geiseltalsee-Allgemeinverfügung - sie regelt, was erlaubt ist und was nicht - wird das Kiten bisher mit Verweis auf Gefahr durch die Schnelligkeit dieser Sportart und davon ausgehende Gefahren für andere Wassersportler ...

Von DIANA DÜNSCHEL 19.09.2015, 09:38

Gemeinsam ist man stärker. Getreu diesem Motto haben Kite-Fans der Region jetzt eine Interessengemeinschaft (IG) Kitesport am Geiseltalsee gegründet. Ihr Ziel ist die Aufhebung des Kiteverbots auf dem Gewässer. Hintergrund: In der Geiseltalsee-Allgemeinverfügung - sie regelt, was erlaubt ist und was nicht - wird das Kiten bisher mit Verweis auf Gefahr durch die Schnelligkeit dieser Sportart und davon ausgehende Gefahren für andere Wassersportler untersagt.

„Welch eine Bereicherung wäre diese aufstrebende, attraktive Wassersportart für den See“, sagt Peter Fröhlich vom Vorstand des Kite- und Surfvereins Großkayna, der auch Ansprechpartner der neuen IG ist. Es könne nicht sein, dass eine Sportart, die kurz davor stehe, olympisch zu werden, vom größten künstlichen Binnengewässer Deutschlands verbannt werde. „Wir sind sicher, dass es möglich ist, auf dieser riesigen Wasserfläche einen Platz für uns Kiter zu finden“, ist Peter Fröhlich überzeugt. Bereits zur Gründungsversammlung fanden sich laut seiner Auskunft mehr als zwei Dutzend leidenschaftliche Kiter zusammen, die bisher nur als Einzelpersonen oder kleine Gruppen versuchten, gegen das Verbot vorzugehen. Erfolglos (die MZ berichtete). Der nun erfolgte Zusammenschluss solle den zuständigen Ämtern und Behörden zeigen, wie groß die Gruppe von Wassersportlern inzwischen sei, die nur eines möchte: ihre Sportart auf dem See ausüben. Dabei gebe es keine Statuten, Rangfolgen oder Beiträge, fügt der Großkaynaer hinzu. Alle seien gleichberechtigt. Jede Aktion eines Mitgliedes oder einer Gruppe dieser Gemeinschaft, die im Interesse des Zieles stehe, sei willkommen. „Es ist wichtig, zu begreifen, dass Kitesurfen nicht gefährlicher ist als jede andere Funsportart auch. Dazu muss man sich aber auch mit dieser Wassersportart auseinandersetzen“, so Peter Fröhlich. Er hoffe, dass man als IG künftig mit den Behörden besser reden könne und Verständnis erreiche. Schließlich gehe es um eine abwechslungsreiche, bunte und interessante Gestaltung der Tourismusregion.

Gleichzeitig erfüllen die Kiter mit Gründung der IG eine Forderung von Braunsbedras Bürgermeister Steffen Schmitz (CDU). Er setzte sich beim jüngsten Besuch von Sachsen-Anhalts Innen- und Sportminister Holger Stahlknecht (CDU) in Mücheln für eine Legalisierung dieser Sportart ein. Eine Reaktion des zuständigen Ministeriums sei ihm aber noch nicht bekannt, teilte er Freitag auf MZ-Nachfrage mit.

Wer die Mitglieder der neuen Interessengemeinschaft unterstützen möchte, ob Kiter oder einfach nur Befürworter der Sache, sei in der Gruppe immer willkommen, sagt Peter Fröhlich abschließend. (mz)

Die Interessengemeinschaft Kitesport am Geiseltalsee ist über

Facebook erreichbar: https://www.facebook.com/IG-Kitesport-Geiseltalsee, Ansprechpartner Peter Fröhlich hat folgende Mailadresse: [email protected]