Nahwärmenetze in Anhalt-Bitterfeld Steht das Wärmenetz im Südlichen Anhalt vor dem Aus? Spurensuche nach Informationen in nichtöffentlicher Sitzung
Eigentlich sollte die Stadt Südliches Anhalt nach und nach Wärmenetze bekommen. Doch das Projekt der Firma GP Joule kam ins Stocken. Wird nun nur in zwei von 51 Ortsteilen gebaut? Was der Bürgermeister und das Unternehmen dazu sagen.

Südliches Anhalt/MZ. - Beim offiziellen Spatenstich in Quellendorf hatte der Ministerpräsident noch selbst zur Schippe gegriffen. Er beneide die Bürger um den Wärmepreis von 12,23 Cent pro Kilowattstunde, den sie dank des neuen Wärmenetzes zahlen werden, sagte Reiner Haseloff (CDU) damals. Das sei wesentlich günstiger als bei ihm zu Hause in Wittenberg. Bei dieser Feier im Juni 2024 klangen die Dimensionen des „Projektes Fuhne“ der Firma GP Joule enorm: Neben der Stadt Südliches Anhalt sollten auch die Stadt Zörbig und die Gemeinde Petersberg nach und nach erschlossen werden. Es ging um 1,7 Milliarden Euro, davon 400 Millionen Euro Eigenkapital.
