Feuerwehr

Bis zu zwei Stunden eingesperrt: Feuerwehr ist viermal in 14 Tagen zum Fahrstuhl am Bahnhof Köthen ausgerückt

29.01.2022, 09:00
Der Bahnhof in Köthen
Der Bahnhof in Köthen (Foto: picture alliance/dpa)

Köthen/MZ/MIL - Insgesamt viermal musste die Freiwillige Feuerwehr Köthen in den vergangenen 14 Tagen ausrücken, um Personen zu befreien, die in einem Aufzug im Bahnhof eingesperrt waren. Er habe das Bahnmanagement über die Vorfälle informiert, sagte Wehrleiter Yves Kluge. Nach dem vierten Einsatz hätten die Feuerwehrleute den Problemaufzug aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Zu zwei Einsätzen wegen im Fahrstuhl festsitzenden Personen kam es laut der Feuerwehr allein am vergangenen Mittwoch. Beim ersten Einsatz, der zur Mittagszeit stattfand, habe die Tür des Aufzugs sofort von außen geöffnet werden können. Eingesperrt sei in diesem Fall eine Gruppe von Kindern gewesen. Beim zweiten Einsatz, zu dem die Feuerwehr am Nachmittag gerufen wurde, habe die Kabine zunächst ins Erdgeschoss abgelassen werden müssen, um die darin eingesperrte Person zu befreien.

Die junge Frau, die sich beim letzten Einsatz im Aufzug befand, saß laut Kluge rund zwei Stunden fest. Die lange Wartezeit liege darin begründet, dass bei Auslösen des Alarms zunächst die Betreiberfirma kontaktiert werde, die ihrerseits ein Supportunternehmen über den Vorfall informiere. Tatsächlich muss laut Gesetz nach 30 Minuten Hilfe vor Ort sein. Erst wenn nach Ablauf dieser Frist keine Hilfe zur Stelle ist, wird in der Regel die Feuerwehr hinzugezogen.

In Panik seien die Insassen in der Wartezeit nicht verfallen, sagte Kluge. Zumindest die junge Frau werde aber wohl so bald keinen Aufzug mehr betreten.