Aus für "Kehrwieder" Aus für "Kehrwieder": Akener Schifferverein löst sich auf

Der Akener Schifferverein „Kehrwieder“ hat sich am Sonnabend aufgelöst. Der Grund dafür: die Vereinsmitglieder wurden immer älter, jüngere fanden sich nicht mehr. Zum Schluss zählte „Kehrwieder“ nur noch fünf Mitstreiter, zu wenige, um eine kontinuierliche Vereinsarbeit leisten zu können.
An den Schifferverein erinnert nunmehr das Heimatmuseum der Elbestadt. Dort nahm Akens Bürgermeister Hansjochen Müller die Vereinsfahne entgegen, die einen würdigen Platz im Museum finden wird. Müller bedauerte sehr, dass sich der Verein aufgelöst hat. „Eine lange Tradition geht damit verloren“, sagte er. Was auch Vereinsvorsitzender Helmut Bandau so sah. „Doch es ist nunmal eine aussterbende Zunft, die noch fahren, sind meist ausländische Besatzungen“, äußerte Bandau. Neben der Vereinsfahne übereignete der Schifferverein weitere Eponate an das Heimatmuseum.
Dazu gehören der Steuerstand eines Schubbootes, ein Maschinentelegraph, eine Schleppkette für ein Schleppschiff, Rettungsringe, Reedereifahnen und andere Utensilien aus der Schifffahrt. Museumsleiter Klaus-Dieter Bielstein freute sich über die neuen Ausstellungsgegenstände, wenngleich ihm natürlich am liebsten gewesen wäre, hätte der Schifferverein weiter Bestand gehabt. „Wir werden dafür sorgen, dass "Kehrwieder" nicht in Vergessenheit gerät“, versicherte er.