Gewerbe

Aufgeben oder durchhalten heißt es in Jessen

Geschäftsleute ergreifen Maßnahmen, um durch Energiekrise zu kommen. Wie sie die Lage bewerten und wo das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

Von Thomas Tominski 29.09.2022, 10:00
Mit diesem Hinweis erinnert Karola Baier an eine Zeit, in der sie die  Heizung  im Geschäft ohne Gewissensbisse aufgedreht  hat.
Mit diesem Hinweis erinnert Karola Baier an eine Zeit, in der sie die Heizung im Geschäft ohne Gewissensbisse aufgedreht hat. Foto: Thomas Tominski

Jessen/MZ - Das Kissen mit der Aufschrift „Glückliche Stunden“ hat Karola Baier bereits zur Erinnerung auf die Heizung gestellt. Die Inhaberin eines Haushaltswarengeschafts am Jessener Hospitalplatz durchlebt momentan keine schöne Zeit. Sie wartet auf ihre Gasabrechnung und trifft dann wegweisende Entscheidungen. „Ich habe momentan das Gefühl, nur Luxuswaren zu verkaufen“, sagt sie. Da die Preise derzeit überall durch die Decke gehen, drehen die Kunden jeden Cent zweimal herum. Und: In der Energiekrise sind elektrische Geräte die aktuellen Ladenhüter. Wenn der monatliche Abschlag für Gas exorbitant hoch ausfällt, bleiben Karola Baier zwei Möglichkeiten. „Ladenschließung oder verkürzte Öffnungszeiten“, sagt sie, denn immerhin müssen 200 Quadratmeter Ladenfläche zumindest warm gehalten werden. Die Heizung dauerhaft auf Null stellen, kann die Geschäftsfrau nicht.

Weiterlesen mit MZ+

Unser digitales Abonnement bietet Ihnen Zugang zu allen exklusiven Inhalten auf MZ.de.

Sie sind bereits MZ+ oder E-Paper-Abonnent?

Flexabo MZ+

MZ+ für nur 1 € kennenlernen.

Sparabo MZ+

MZ+6 Monate für nur 5,99 €.

Wenn Sie bereits Zeitungs-Abonnent sind, können Sie MZ+ >>HIER<< dazubuchen.

Jetzt MZ+ kennenlernen und 3 Tage >>testen<<.