Protestaktion auf dem Markt

Protest in Halle (Saale): AOK weist Ausbeutungs-Kritik von Therapeuten zurück

Halle (Saale) - Nach der Kreideaktion von Therapeuten am Samstag vor dem Hallenser AOK-Gebäude und auf dem Markt, weist die Krankenkasse die erhobenen Vorwürfe zurück.

Von Tanja Goldbecher

Nach der Kreideaktion von Therapeuten am Samstag vor dem Hallenser AOK-Gebäude und auf dem Markt, weist die Krankenkasse die erhobenen Vorwürfe zurück. „Die AOK Sachsen-Anhalt hat die Vergütung für die Physiotherapiepraxen in den letzten Jahren bereits mehrmals angehoben“, hieß es in einer Pressemitteilung. Zuletzt sei die Bezahlung Anfang Juli erhöht worden.

Laut der AOK besteht das Problem jedoch darin, dass die Erhöhung nicht an die Therapeuten weitergegeben wird. „Wir fordern von den Berufsverbänden eine Garantie, dass die Gelder bei den Angestellten ankommen“, sagte Pressesprecherin Anna Mahler.  Diese Garantie würden die Verbände jedoch bis heute nicht geben.

Logopädin aus Halle hält an Kritik an der AOK fest

Susann Schreiber, die die Protestaktion mit etwa 150 Therapeuten aus den Bereichen Ergo-, Physio- und  Logotherapie organisiert hatte, hält an ihrer Kritik an der AOK-Sachsen-Anhalt fest. „Ich glaube nicht, dass die Arbeitgeber Geld zurückhalten“, sagt die Hallenser Logopädin.

Außerdem könne sich eine Erhöhung im Juli wegen der langen Abrechnungszeiten noch nicht in den aktuellen Gehältern widerspiegeln. Andere Krankenkassen hätte ihre Sätze bereits vor zwei Jahren angepasst. (mz)